Olympia-Marathon verlegt : Tokio fühlt sich vom IOC geohrfeigt

Der IOC-Beschluss, die olympischen Marathonwettbewerbe 2020 im kühleren Sapporo austragen zu lassen, stößt in Tokio auf heftige Kritik. Die Gouverneurin wagt einen kühnen Vergleich.
Die Gouverneurin von Tokio, Yuriko Koike, ist bekannt dafür, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Sarkastisch kommentierte sie den Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Marathonwettbewerbe der Olympischen Spiele im kommenden Jahr nicht im heißen Tokio, sondern im kühleren Sapporo auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido stattfinden zu lassen. Wenn man sich über kalte Orte unterhalte, könne man die Sportereignisse doch auf den nördlichen Territorien abhalten, sagte Koike am Tag nach der Ohrfeige des IOC für Tokio aus dem fernen Doha. Die nördlichen Territorien sind vier Inseln der südlichen Kurilen, die Japan als Territorium beansprucht, die seit dem Zweiten Weltkrieg aber von Russland regiert werden. Sie liegen ein wenig weiter östlich von Hokkaido.





