Fußball in Iran :
Frauen müssen großteils draußen bleiben

Christoph Becker
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Nicht mehr unter sich: 850 Frauen dürfen bei Persepolis zuschauen.
Nicht mehr unter sich: 850 Frauen dürfen bei Persepolis zuschauen.EPA

850 Frauen dürfen nun doch zuschauen beim asiatischen Champions-League-Finale in Teheran. Das ist ein kleines Zugeständnis in letzter Minute. Es wurde dennoch eine große Chance vertan.

Samstagabend, halb sieben: Champions-League-Finale in Teheran. Persepolis Football Club gegen Kashima Antlers, die Hirsche von Kashima aus Japan. Es sieht nicht gut aus für die Perser, das Hinspiel gewannen die Japaner 2:0. Trotzdem: Es ist das wichtigste Vereinsspiel in Iran seit 1999. Und Hoffnung ist immer. 90.000? 95.000? 100.000 Zuschauer im Stadion? Viel Glück beim Zählen. Es bleibt trotzdem übersichtlich: Bis zuletzt wurde diskutiert, ob Frauen ganz draußen bleiben müssen. Gar keine Frauen im Stadion? Das könnte auffallen, sogar dem asiatischen (AFC) wie dem Internationalen Fußballverband Fifa. Immerhin wird dessen Präsident Gianni Infantino zuschauen. In letzter Minute wurde nun einer eng begrenzten Anzahl von Frauen der Zugang ins Asadi-Stadion in Teheran erlaubt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna dürfen am Samstag 850 Frauen zuschauen.

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