FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Sieg im Davis Cup :
Deutsche Tennis-Helden in Harmonie

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Doppelt gut: Krawietz und Pütz siegten letztlich mit viel Mut, Geschick und Glück gegen die Franzosen Mahut und Arthur.
Doppelt gut: Krawietz und Pütz siegten letztlich mit viel Mut, Geschick und Glück gegen die Franzosen Mahut und Arthur.Reuters

Bei Deutschlands erstem Davis-Cup-Sieg gegen Frankreich seit 84 Jahren ist der Teamgeist Trumpf. Auch ohne ihren Star Zverev hat die Auswahl in Hamburg dadurch alle Chancen.

Im Davis Cup wurden schon viele Tennishelden geboren. Helden für einen Tag, die in einem Match über sich hinauswuchsen und den entscheidenden Punkt zum Mannschaftssieg beisteuerten. Helden für eine Saison, die als Ausnahmekönner ihre Nationalmannschaft bis zum Finalerfolg führten. Und Helden von Dauer, die zwar nur gelegentlich zusammenfinden, aber stets aufs Neue verlässliche Ergebnisse liefern. Im Deutschen Tennis Bund (DTB) hatte man in diesem Jahr darauf gehofft, in Alexander Zverev einen Helden der zweiten Kategorie zu haben.

Da nun aber der vorgesehene Anführer verletzt ausfällt, haben sich drei andere Deutsche in Hamburg zu Tennishelden emporgeschwungen und auf jeweils eigene Weise zum fulminanten 2:1-Erfolg gegen Frankreich im ersten Gruppenspiel der Zwischenrunde beigetragen. „Wir haben gezeigt, dass wir eine Gemeinschaft sind“, sagte DTB-Teamchef Michael Kohlmann nach dem ersten Davis-Cup-Sieg über die Franzosen seit schier unglaublichen 84 Jahren.

Da ist zum einen Jan-Lennard Struff aus Warstein, dessen Saison mehr schlecht als recht läuft. Da sind zum anderen Kevin Krawietz aus Coburg und Tim Pütz aus Frankfurt, die im Alltag auf der Profitour zwar mit anderen Doppel-Partnern reüssieren, aber in ihren gelegentlichen gemeinsamen Auftritten für jeden Gegner unschlagbar scheinen. Struff und das Doppel bescherten dem DTB-Team mit ihren Matchgewinnen den Auftaktsieg, der den Weg in die Finalrunde Ende November ebnen könnte. Zumindest hat es die Auswahl selbst in der Hand, sich mit weiteren Siegen gegen Belgien am Freitag und Australien am Sonntag für die Endrunde der besten acht zu qualifizieren.

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