Eishockey-Krise in Frankfurt : Zu viele Unruheherde bei den Löwen

Die Löwen Frankfurt stecken in der Krise. Die Verletzungsmisere darf aber nicht als Ausrede herhalten. Überstürzter Aktionismus führt selten zum Ziel. Dennoch sollte der Eishockey-Klub personell nachlegen.
Matti Tiilikainen ist ein Eishockey-Trainer, der nur selten Emotionen zeigt. Der Coach der Löwen Frankfurt wahrt in der Öffentlichkeit stets die Contenance, spricht und handelt analytisch statt affektiv. Sein Umgang mit dem 7:10-Debakel beim Tabellenletzten aus Bayreuth am Freitag ließ kaum Spielraum für Interpretation: Zum ersten Mal in seiner anderthalbjährigen Zeit in Frankfurt, die spätestens nach Saisonende auf seinen Wunsch hin enden wird, wirkte Tiilikainen resigniert. Sein Statement auf der Pressekonferenz begann der Finne damit, dass es nicht viel zu sagen gebe. Es endete mit einer Wiederholung dieser Worte, nachdem sich der enttäuschte Trainer für eine „peinliche“ Leistung entschuldigt hatte. Dabei hätte es so viel gegeben, was Tiilikainen hätte sagen können. Schließlich stellte der Auftritt seiner Mannschaft einen neuen Tiefpunkt in der laufenden Spielzeit dar.






