FAZ+ (abopflichtiger Inhalt);Box-Champion Tyson Fury :
Ein Überfall von 124 Kilo „reinem britischen Rindfleisch“

Von
Bertram Job
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Das staunt das Publikum in Las Vegas: Tyson Fury (rechts) besiegt Deontay Wilder.
Das staunt das Publikum in Las Vegas: Tyson Fury (rechts) besiegt Deontay Wilder.AFP

Tyson Fury setzt im WM-Rückkampf auf entfesselte Aggressivität und entthront in verwegener Manier Weltmeister Deontay Wilder. Das Schwergewicht aus England ist nun das Maß aller Dinge. Doch eine Frage ist offen.

Gesicht: Angeschwollen. Blick: Glasig. Koordination: Eingeschränkt. Gegenwehr: Sporadisch. Das war in etwa das Mängelprotokoll, mit dem der Berufsboxer Deontay Wilder in der Nacht auf Sonntag in die siebte Runde seines 44. Kampfes geschickt wurde. Die Mienen der Betreuer in seiner Ecke drückten ernste Besorgnis aus, doch das 34-jährige Schwergewicht aus Alabama wollte sich auch nach zwei Niederschlägen (Runden 3 und 5) offenbar noch mehr von dem abholen, was ihm längst nicht mehr guttat. Ein „Warrior“ von eigenen Gnaden, der aus dem Ohr blutete und wie ein Krakeeler auf Autopilot wirkte: Weiter streitlustig, doch kaum noch ernstzunehmen.

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