Zehnkämpfer Rico Freimuth :
Stark wie noch nie

Von
Michael Reinsch, London
Lesezeit:
„Es ist ein schönes Gefühl, die Nummer eins zu sein“: Rico Freimuth findet an seiner Favoritenrolle Gefallen
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Erst musste er sich von seinem Über-Vater „befreien“. Dann nahm die Karriere von Zehnkämpfer Rico Freimuth Fahrt auf: In London kann er sich zum König der Athleten krönen.

Das muss wohl Freiheit sein. „Favoritenrolle?“, fragt Rico Freimuth, „was für eine Favoritenrolle?“ Der kraftstrotzende Athlet aus Halle an der Saale ist seit seinem Sieg in Ratingen mit der neuen Bestleistung von 8663 Punkten stärkster Zehnkämpfer des Jahres. Ashton Eaton, jahrelang überragend der Erste unter den Königen der Athleten, ist nach seinem zweiten Olympiasieg im vergangenen Jahr abgetreten. Als kommenden Weltmeister sieht Freimuth sich bei den Titelkämpfen in London dennoch nicht. „Ist ein schönes Gefühl, die Nummer eins zu sein. Das kannte ich noch nicht“, sagt der 29-Jährige. „Aber das heißt gar nichts. Ich sehe mich nicht als den Stärksten.“

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