Handball-WM : Der Actionheld und seine stille Reserve

Handballtorhüter sind eine spezielle Spezies: Ohne einen gewissen Spleen geht es nicht. Wenn es aber darauf ankommt, ist einer für den anderen da - so wie Silvio Heinevetter und Carsten Lichtlein auch am Freitag im Spiel gegen Frankreich (18.15 Uhr).
Nur nicht klein beigeben, bloß keine Blöße zeigen. Immer aufrecht bleiben, mit angewinkelten Armen wie ein Hampelmann. Dem Gegner furchtlos entgegenblicken und bereit sein, Kopf und Kragen zu riskieren. Die Hände einsetzen, die Arme, Füße oder Beine oder andere Körperteile. Einfach ganzheitlich präsent sein. Vermutlich wäre all das kaum zu bewältigen für jemanden, der nicht über einen gehörigen Schuss Verrücktheit verfügt. Handballtorhütern muss also ein gewisser Spleen eigen sein, sonst könnten sie sich nicht blindlings den gegnerischen Schützen entgegenwerfen, den Bällen, die mit großer Wucht auf ihr Tor geschleudert werden. Manchmal mit Geschwindigkeiten, die mehr als 100 Kilometer pro Stunde betragen.





