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Deutlicher Sieg gegen Polen : Schwungvoller Auftritt der deutschen Handballer

  • -Aktualisiert am

Spiel und wichtige Erkenntnisse gewonnen: Bundestrainer Prokop kann zufrieden sein. Bild: dpa

Einen knappen Monat vor Beginn der Handball-WM im eigenen Land bezwingen die deutschen Männer das Team aus Polen klar. Bundestrainer Prokop gewinnt wichtige Erkenntnisse.

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          Auch beim bisher überragenden Spieler dieser Bundesligasaison gibt es mal einen Leistungsknick. Mit neun Liga-Toren pro Spiel im Schnitt hat Matthias Musche den immer noch hervorragenden Start des SC Magdeburg mitgetragen. Doch zuletzt haben Musche und der SCM zwei Niederlagen in der Meisterschaft und dem EHF-Pokal wegstecken müssen. Da kamen ein paar Tage im Kreis des Handball-Nationalteams sicher ganz gelegen.

          Der vollbärtige Linksaußen machte seine Sache am Mittwochabend beim 35:23-Sieg gegen Polen in Rostock offensiv so gut, als habe es die Tiefschläge nicht gegeben. Weil Uwe Gensheimer wegen eines Pokalspiels seines Klubs Paris Saint-Germain nicht zur ersten Auswahl des Deutschen Handballbundes reisen durfte, nahm die aktuelle Nummer zwei im deutschen Gefüge seinen Platz ein.

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          Musches Stolz auf Einsätze im Nationaltrikot sind ihm jederzeit anzumerken. Uneigennützig und mit vollem Einsatz spielt der 26 Jahre alte Profi, und wenn er seine Schwächen in der Defensive behebt, kann er bei der Weltmeisterschaft im Januar mehr als nur Ersatz für den Kapitän sein. Einer wie Musche bekommt dem ganzen Team gut. Sechsmal traf er am Mittwoch gegen die schwachen Polen. Bundestrainer Christian Prokop hat mehrmals darauf hingewiesen, dass ein gutes Binnenverhältnis und der volle Fokus auf die jeweiligen 60 Spielminuten zentrale Voraussetzungen einer erfolgreichen Heim-WM seien. Nach den schlechten Erfahrungen von Kroatien bei der Europameisterschaft vor einem Jahr hat er Gründe, das hervorzuheben. Trainer und Team wirken nun, als wollten sie allen Ballast abwerfen und sich voll auf das nächste Großereignis konzentrieren. „Wir setzen uns nicht unter Druck. Wir haben Bock auf eine geile WM. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis in der Mannschaft“, sagte Torwart Andreas Wolff.

          Ein Test wie gegen Polen hat sportlich keine allzu große Aussagekraft. Allerdings wurde abermals deutlich, aus welchem Fundus an Spielern Prokop schöpfen kann, nachdem außer Julius Kühn alle Verletzten zurück sind. Paul Drux kam und traf, ebenso Steffen Fäth. Fabian Wiede fand den Kreis, Musche war hellwach – und ein weitgehend Unbekannter wie Franz Semper bewies, wie stark die Deutschen auf der Linkshänderposition im Rückraum aufgestellt sind. Da steckt einiges in diesem Kader. Das zweite Abwehrsystem neben dem klassischen 6-0 wirkte wacklig; doch Prokop will überraschen und wird von der offensiveren Deckung mit dem vorgezogenen Hendrik Pekeler nicht lassen. Im Angriff mit Martin Strobel und Wiede in der Spielleitung wirkte manches unausgegoren. Die Lehrgänge in Barsinghausen zum Jahresende und Hamburg zum Jahresbeginn mit den Tests gegen Tschechien und Argentinien werden somit intensive Arbeit beinhalten.

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