Fußball-Weltverband : Ein Schlupfloch für Michel Platini

Gibt es demnächst mehr Erkenntnisse über Wolfgang Niersbach? Die Fifa-Ermittler dürfen künftig offensiver über ihre Verfahren informieren. Nun fangen sie damit an.
Kann einer wie der Franzose Michel Platini, der wegen eines Korruptionsverfahrens suspendiert ist, doch noch Präsident des Fußball-Weltverbandes (Fifa) werden? Ja, er kann. Diese nicht gerade image-fördernde Regelung machte der Weltverband am Dienstag in seiner schriftlichen Erklärung nach der Außerordentlichen Exekutivsitzung in Zürich publik. Der 60 Jahre alte, suspendierte Präsident der Europäischen Fußball-Union, gegen den die Ethik-Kommission der Fifa wegen Korruptionsverdachts ermittelt, könnte als Quereinsteiger immer noch kandidieren, sollte er eine Aufhebung seiner vorläufigen Sperre erreichen, oder im ordentlichen Verfahren frei gesprochen werden. Die Exekutive beschloss zwar, den Wahlkongress auf dem 26. Februar 2016 zu belassen, sodass auch der Meldeschluss für Kandidaten am 26. Oktober dieses Jahres bestehen bleibt, dem eine Integritätsprüfung der Anwärter folgt.





