https://www.faz.net/-gtl-97l1b

Fall Babelsberg : DFB-Bundesgericht bestraft Cottbus

  • Aktualisiert am

Missetat mit folgen: Energie Cottbus wird doch noch bestraft für das Verhalten einiger Anhänger beim Spiel in Babelsberg Bild: dpa

Die rechtsradikalen Auswüchse von Anhängern von Energie Cottbus bleiben doch nicht folgenlos: Das DFB-Bundesgericht hat den Verein nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Fall hatte wegen der Bestrafung des „Opfers“ SV Babelsberg für Aufsehen gesorgt.

          1 Min.

          Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den FC Energie Cottbus wegen zweier Fälle unsportlichen und diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger – unter anderem rechtsradikale Sprechchöre und Gesten – zu einer Geldstrafe von 7000 Euro verurteilt. Davon könne der FC Energie bis zu 3000 Euro für präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus verwenden, teilte der DFB am Dienstag mit. „Der DFB fährt eine klare Linie gegen rassistische und rechtsradikale Umtriebe. Für solche Verhaltensweisen ist in unserem Fußball kein Platz“, sagte Achim Späth, der als Vorsitzender des DFB-Bundesgerichtes die Verhandlung leitete. Der Verein habe dem Urteil, das sich auf Vorfälle im Regionalliga-Spiel der Cottbuser in Babelsberg am 28. April 2017 bezieht, zugestimmt.

          Vorausgegangen war eine umstrittene Verfahrenseinstellung durch das Verbandsgericht des Nordostdeutschen Fußball-Verbands (NOVF), gegen die der DFB-Kontrollausschuss Revision eingelegt hatte. Dieser gab das Bundesgericht nun statt und verhängte zudem eine Strafe – so, wie es das NOFV-Sportgericht erstinstanzlich getan hatte. Der SV Babelsberg war ebenfalls zu einer Geldstrafe von 7000 Euro verurteilt worden, wehrt sich aber gegen das Urteil, weil es neben dem Abbrennen von Pyrotechnik auch die „Nazischweine raus“-Rufe anführt, mit denen die Babelsberger Fans auf die Cottbuser reagiert hatten.

          Weitere Themen

          England verliert einen Weltmeister

          Jack Charlton ist tot : England verliert einen Weltmeister

          Der englische Fußball trauert um einen seiner Weltmeister: Jack Charlton starb im Alter von 85 Jahren. Der ältere Bruder von Sir Bobby Charlton arbeitete nach seiner langen Profikarriere als Trainer.

          Spielerfrauen sind teuer

          Strafe für Heidenheim : Spielerfrauen sind teuer

          50 Zuschauer kommen den FC Heidenheim teuer zu stehen: Weil beim Relegationsspiel gegen Werder Bremen kurzzeitig Spielerfrauen und Mitarbeiter des Klubs gegen die Hygieneregeln verstoßen hatten, verhängt die DFL nun eine Strafe.

          Topmeldungen

          Wirtschaftsminister Altmaier : „Ich bin nicht der Oberlehrer der Welt“

          Muss Deutschland einen Bogen um Länder wie China machen, die Freiheitsrechte verletzen? Nein, sagt Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Im F.A.Z.-Interview kündigt er für Deutschland weitere Staatsbeteiligungen an – und ein mögliches Ende der Maskenpflicht.
          Aktivistischer Investor: An die Commerzbank schrieb Cerberus nach klassischer Aktivistenmanier Briefe.

          Cerberus Investitionen : Der umtriebige Finanzinvestor

          Cerberus zieht als entschlossener Aktivist nicht nur bei der Commerzbank die Fäden. Die Amerikaner stehen darüber hinaus für eine Reihe sehr unterschiedlicher Transaktionen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.