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Zweite Fußball-Bundesliga : Darmstadt 98 entlässt Trainer Dirk Schuster

  • Aktualisiert am

Ist nicht länger Trainer bei Darmstadt 98: Dirk Schuster muss gehen. Bild: dpa

Nur ein Sieg aus den vergangenen zehn Spielen war offenbar zu wenig: Der Fußball-Zweitligaklub Darmstadt 98 stellt seinen Trainer Dirk Schuster frei. Wer das Team zunächst trainieren wird, steht bereits fest.

          Die einstige Muster-Zusammenarbeit zwischen dem SV Darmstadt 98 und Trainer Dirk Schuster ist zum zweiten Mal gescheitert. Der Zweitligaklub hat am Montag auf die sportliche Misere reagiert und sich mit sofortiger Wirkung von dem 51 Jahre alten Fußball-Lehrer getrennt. Gleichzeitig wurde der bisherige Sportkoordinator Carsten Wehlmann zum Sportlichen Leiter des Tabellen-14. befördert und mit der Suche nach einem Nachfolger beauftragt.

          „Aufgrund der starken Gefährdung der in dieser Saison ausgerufenen Ziele und der nicht zufriedenstellenden sportlichen Entwicklung der Mannschaft haben wir uns zu dieser Entscheidung gezwungen gesehen“, begründete Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch die Freistellung von Schuster sowie dessen Ko-Trainern Sascha Franz und Frank Steinmetz. „Wir bedauern es sehr, diesen Schritt vollziehen zu müssen“, sagte Fritsch. Das Trio habe „große Verdienste um den SV 98 erworben“. Der im Sommer vom Ligarivalen Holstein Kiel geholte Wehlmann soll nun zügig einen „zum SV 98 passenden Trainer“ verpflichten. Vorerst wird das Trio Kai-Peter Schmitz, Dimo Wache und Uwe Zimmermann die Mannschaft auf das Heimspiel am kommenden Samstag gegen Dynamo Dresden vorbereiten.

          Nach nur sechs Punkten aus den vergangenen zehn Spielen, darunter nur ein einziger Sieg, beträgt der Abstand der Hessen zum Abstiegsrelegationsplatz noch vier Zähler. Die Vereinsführung sah daher den Zeitpunkt gekommen, das Trainerteam um Schuster auszuwechseln, um den drohenden Absturz in die Drittklassigkeit zu vermeiden. Vor diesem hatte Schuster die Lilien in der Vorsaison bewahrt, nachdem er die Mannschaft Mitte Dezember 2017 als Nachfolger von Torsten Frings auf Rang 16 übernommen hatte. Dank einer Serie von elf Spielen ohne Niederlage kletterten die Hessen damals noch auf Platz zehn. Doch in dieser Spielzeit stagnierte die Mannschaft.

          Für Schuster, dessen Vertrag noch bis zum Saisonende gilt, war es bereits das zweite Engagement in Darmstadt. Zuvor hatte er den Verein schon von Dezember 2012 bis Sommer 2016 betreut und in dieser Zeit von der dritten Liga in die Bundesliga geführt. Trotz des überraschenden Klassenverbleibs wechselte der damals bejubelte und später zum Trainer des Jahres gekürte Schuster zum FC Augsburg, wo der ehemalige Bundesligaprofi aber nach nur sechs Monaten beurlaubt wurde.

          Auch für Darmstadt ging es nach der ersten Trennung abwärts. Der als Nachfolger geholte Norbert Meier musste nach nur zwölf Spielen gehen. Dessen Nachfolger Frings konnte den Abstieg nicht verhindern und war den Job nach einem Jahr wieder los. Nun ist Wehlmann gefordert, einen geeigneten Trainer zu finden, der die Hessen wieder in ruhiges Fahrwasser führt. „Wir sind davon überzeugt, dass er bei seiner neuen Aufgabe Erfolg haben wird“, sagte Fritsch. Einen weiteren Fehlschuss kann sich der Verein auch nicht leisten.

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