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Fußball : Hasenhüttl wird Trainer bei RB Leipzig

  • Aktualisiert am

Trainer Ralph Hasenhüttl zieht es von Ingolstadt nach Leipzig. Bild: dpa

Ralph Hasenhüttl wird als „absolute 1a-Lösung“ Trainer in Leipzig. RB lässt sich den Wechsel einiges kosten. Auch einen Nachfolger für den Österreicher beim FC Ingolstadt gibt es schon.

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          Das Geheimnis, das längst keins mehr war, ist gelüftet: Zwei Tage vor dem erwarteten Aufstieg in die Fußball- Bundesliga hat Rasenballsport Leipzig Ralph Hasenhüttl als künftigen Trainer bestätigt. Der 48 Jahre alte Österreicher unterschrieb beim Zweitliga-Zweiten einen ligaunabhängigen Vertrag bis 2019. Damit haben die Leipziger ihren Wunschtrainer verpflichtet, den sie bereits zur laufenden Saison holen wollten. „Ralph Hasenhüttl war für uns auch schon ein Thema für die letzte Saison, da hat er sich aber klar entschieden, in Ingolstadt weiter zu machen“, sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff am Freitag bei der Vorstellung und lüftete ein kleines Geheimnis.

          Leipzig überweist für den Trainer eine Ablösesumme Nach dpa-Informationen eine Ablöse von 1,5 Millionen Euro. Hinzu kommen erfolgsabhängige Prämien für den Zeitraum der Vertragslaufzeit bis 2019. Nach Angaben von Hasenhüttls bisherigem Arbeitgeber FC Ingolstadt ist die Summe die „höchste Ablöse, die bisher für einen Trainertransfer in Deutschland bezahlt wurde“. Leipzig wollte keine Summe für den Transfer nennen. „Wir kommentieren keine Zahlen“, sagte der Vorstandsvorsitzende Oliver Mintzlaff bei der Vorstellung Hasenhüttls. 2014 hatte Bayer Leverkusen 1,5 Millionen Euro für Roger Schmidt an RB Salzburg überwiesen, was in der Bundesliga als Rekordsumme gilt.

          Hasenhüttl ist der siebte Trainer bei RB Leipzig seit Gründung des Vereins 2009. Er folgt Ralf Rangnick, der sich wie angekündigt von der kommenden Saison an ganz auf sein Amt als Sportdirektor konzentrieren will. Der neue Coach übernimmt das Team auch, sollte RB den Aufstieg an den verbleibenden zwei Spieltagen und auch in der Relegation wider Erwarten noch vergeigen. Ein Sieg am Sonntag im Heimspiel gegen den Karlsruher SC reicht für die erste Liga.

          Markus Kauczinski wird der neue Coach in Ingolstadt.

          Vor der Sponsorenwand im Trainingszentrum strahlten weder Mintzlaff noch Rangnick die Freude aus, die man bei der Verkündung einer Wunschpersonalie erwarten könnte. Beide wirkten von außen getrieben und geradezu missmutig. Schließlich stand in Ingolstadt die Bekanntgabe des Abgangs von Hasenhüttl und die Verpflichtung seines Nachfolgers Markus Kauczinski (Karlsruhe) bevor. Rangnick hatte gebetsmühlenartig in den vergangenen Wochen betont, den neuen Trainer erst nach feststehender Ligazugehörigkeit vorzustellen. „Da feststeht, dass er so oder so unser Trainer wird, gab es keinen Grund mehr, damit hinter dem Berg zu halten“, begründete Rangnick den Sinneswandel.

          Mit ernster Miene und etwas hölzern gab Mintzlaff die Einigung mit Ingolstadt und Hasenhüttl bekannt. Letzte Details seien am Donnerstagabend und Freitagvormittag geklärt worden. Der Österreicher sei „unsere absolute 1a-Lösung“, betonte der Vorstandsvorsitzende. Er passe von der Philosophie in den Verein und menschlich hervorragend zum Team. Rangnick lobte seinen Nachfolger in den höchsten Tönen. Dieser habe Ingolstadt in der zweitenLiga auf einem Abstiegsplatz übernommen, dann zum Klassenverbleib und zum Aufstieg geführt und nun den Klub im Oberhaus gehalten. „Viel mehr geht nicht.“

          „Wir hoffen alle, dass Ralph Hasenhüttl hier in der kommenden Saison einen Erstligisten übernehmen wird“, meinte Rangnick. Wenn dies feststeht, wird er mit dem Trainer den Kader zusammenstellen. Alle Spieler, die regelmäßig gespielt haben, sollen gehalten werden. Zsolt Löw bleibt wie unter Rangnick Ko-Trainer, Achim Beierlorzer wird U19-Cheftrainer und sportlicher Leiter für die Teams von U16 bis U23.

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