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2. Bundesliga : Paderborn setzt sich an die Spitze, Aue entlässt Trainer

  • Aktualisiert am

Neuer Tabellenführer in der 2. Bundesliga: SC Paderborn Bild: dpa

Der SC Paderborn hat Erzgebirge Aue überrollt und sich damit an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga gesetzt. Ingolstadt geht beim FC St. Pauli baden, und Darmstadt gewinnt gegen Dresden.

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          Der SC Paderborn steht erstmals in der Klubgeschichte an der Tabellenspitze der 2. Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok setzte sich beim desaströsen Tabellenschlusslicht Erzgebirge Aue vier Monate nach dem 8:3-Spektakel abermals klar 4:1 (3:0) durch. Damit ist der SCP nach dem siebten Spieltag punktgleich mit Jahn Regensburg aufgrund der besseren Tordifferenz neuer Tabellenführer.

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          Marco Stiepermann (4. Minute) brachte die Gäste früh mit einem platzierten Schuss in Führung und schnürte nach der Pause den Doppelpack (48.). Sven Michel (26.) und Felix Platte (38.) hatten bereits zuvor alles klargemacht. Für Aue verkürzte Babacar Gueye (51.) zwischenzeitlich.

          Die Mannschaft von Trainer Aliaksei Shpileuski kassierte die vierte Niederlage in Serie und wartet nach drei Unentschieden zum Saisonstart weiter auf den ersten Dreier. Aues Präsident Helge Leonhardt verkündete auf der anschließenden Pressekonferenz die Entlassung des 33-jährigen Weißrussen nach nur 80 Tagen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. „Ich habe selbst an das Projekt geglaubt, aber so ist es nicht umsetzbar“, sagte Leonhardt. „Dann ist es das Beste, dass man diese Entscheidung trifft und diese Entscheidung auch schnell trifft, da wir beide das Gefühl hatten, dass es zum jetzigen Zeitpunkt nichts bringt. Im Profifußball ist es so“, betonte Leonhardt und stand für Nachfragen nicht bereit. Mit Blick auf die kommenden Woche meinte er nur: „Wir müssen ein neues Projekt starten, in der Hoffnung, dass wir wieder auf Kurs kommen.“

          Die Veilchen erwischten zwar den besseren Start, doch Paderborn ging mit dem ersten Angriff direkt in Führung. Stiepermann zog aus etwa 20 Metern ab und traf genau ins rechte Eck. Kurz darauf hatte Ben Zolinski die große Möglichkeit zum Ausgleich, er traf allerdings nur den linken Pfosten. Den Abpraller schoss Antonio Mance freistehend über das Tor. Michel mit einem platzierten Schuss unter die Querlatte und Platte aus kurzer Distanz erhöhten, die Fans in Aue schickten ihre Elf mit Pfiffen in die Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel wurde es nicht besser.

          St. Pauli daheim weiter makellos

          Der FC St. Pauli bleibt am heimischen Millerntor eine Macht: Der Hamburger Traditionsklub gewann gegen Aufsteiger FC Ingolstadt 4:1 (1:0) und feierte im vierten Spiel den vierten Heimsieg in der laufenden Saison. Luca Zander (34.), Maximilian Dittgen (50.), Guido Burgstaller (61.) und Christopher Buchtmann (73.) erzielten vor 13.917 Zuschauern die Tore für die Gastgeber. Merlin Röhl (72.) gelang das zwischenzeitliche 1:3 für die Süddeutschen.

          Torschütze gegen den FC Ingolstadt: St. Paulis Maximilian Dittgen
          Torschütze gegen den FC Ingolstadt: St. Paulis Maximilian Dittgen : Bild: dpa

          St. Pauli verbesserte sich durch den Dreier auf den dritten Tabellenplatz mit 13 Punkten. Die Schanzer bleiben mit vier Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Den einzigen Saisonsieg hatte der FCI auswärts beim SV Sandhausen (2:0) eingefahren.

          Die Gastgeber waren von Beginn an um Kontrolle bemüht. In der elften Minute bewahrte FCI-Torwart Fabijan Buntic sein Team vor einem Rückstand. Er entschärfte einen Kopfball von Jakov Medic. In der 19. Minute war Dittgen ebenfalls per Kopf zur Stelle, konnte aber Buntic, der abermals glänzend parierte, ebenfalls nicht überwinden. Zwei Minuten später hatte Daniel-Kofi Kyereh ebenfalls das Führungstor auf dem Fuß, fand allerdings aus 16 Metern ebenfalls in Buntic seinen Meister.

          Die Schanzer hatten große Probleme, sich aus der Umklammerung zu befreien. Im Spielaufbau des FCI lief nicht viel zusammen. Unmittelbar nach dem 0:1 hatte allerdings Ingolstadts Dennis Eckert Ayensa die Chance zum Ausgleich, völlig freistehend setzte er den Ball über das gegnerische Tor. In der 45. Minute scheiterte Dittgen wiederum an Buntic. Während der Aufsteiger im siebten Saisonspiel bereits die fünfte Niederlage kassierte, hat St. Pauli weiter eine makellose Heimbilanz. Der erste Auswärtssieg soll am Samstag im Spitzenspiel beim Karlsruher SC her.

          Darmstadt gewinnt zu zehnt

          Der SV Darmstadt 98 hat einem frühen Platzverweis getrotzt und Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden den Sprung in die Aufstiegsränge verdorben. Die Sachsen mussten am Sonntag vor 7020 Zuschauern im Stadion am Böllenfalltor bei den Hessen eine 0:1 (0:1)-Niederlage hinnehmen. Tobias Kempe (15.) erzielte Darmstadts Siegtreffer. Die Südhessen mussten dabei lange Zeit in Unterzahl spielen, weil Fabian Schnellhardt wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah (8.). Doch auch die Dresdner mussten die Partie nach der Gelb-Roten Karte für Julius Kade (wiederholtes Foulspiel, 71.) zu zehnt zu Ende spielen. Dynamo hat damit die dritte Niederlage in Serie kassiert.

          In einem von Beginn an hektischen Spiel gingen die Lilien, die Schnellhardt nach einem heftigen Einsteigen früh verloren, nach einer Viertelstunde durch einen Freistoß von Kempe aus 25 Metern unter tatkräftiger Mithilfe von Dynamo-Torwart Kevin Broll in Führung. Trotz der Unterzahl wirkten die Darmstädter auch danach zielstrebiger. Mathias Honsak verpasste bei einem Konter mit einem Schuss knapp am rechten Pfosten vorbei den zweiten Treffer (25.).

          Die Sachsen agierten bei ihren Angriffsbemühungen weitgehend einfallslos. Auch nach der Pause wirkten die Gastgeber gefährlicher. Fabian Holland setzte einen Kopfball neben das Tor (49.). Auf der Gegenseite vergab Christoph Daferner mit einem Kopfball aus kurzer Distanz, den der Darmstadt-Keeper Marcel Schuhen abwehren konnte, die größte Dresdner Möglichkeit des Spiels (77.).

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