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Aufsteiger als Topteam : Fünf Gründe für Leipzigs Erfolg in der Bundesliga

  • Aktualisiert am

Die Mannschaft aus Leipzig feiert den 2:0-Sieg gegen die Hertha. Bild: dpa

Mit nur einer Niederlage und einem Platz an der Tabellenspitze reist RB Leipzig nach dem Sieg über Hertha zum Topspiel nach München. Der Erfolg des Aufsteigers kommt nicht von ungefähr.

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          RB Leipzig bleibt der ernsthafteste Konkurrent für den FC Bayern München. Der Aufsteiger startete in die richtungsweisenden Spiele gegen ebenfalls bestens platzierte Mannschaften in der Bundesliga mit einem niemals gefährdeten und hochsouveränen 2:0-Sieg gegen Verfolger Hertha BSC.

          „Wir sollten die nächsten fünf Spiele nutzen, um uns selbst Orientierung zu geben, wohin die Reise gehen kann“, hatte Trainer Ralph Hasenhüttl vor der Partie gegen die Berliner gesagt. Nun steht fest: Die Leipziger reisen auf jeden Fall auf Punkte-Augenhöhe zur nächsten, ultimativen Standortbestimmung am Mittwoch bei den Münchnern an.

          Der Erfolg der Roten Bullen ist dabei kein Zufall. Das sind die Gründe für das erfolgreiche Phänomen Leipzig:

          Die Einstellung stimmt

          13 Spiele bestritt RBL zunächst ohne Niederlage. Dann kam das 0:1 gegen Ingolstadt. Beim damals Tabellenletzten, höhnte manch einer und vermutete wohl schon einen kleinen Einbruch. Weit gefehlt. „Wir wollten nach der Vorwoche eine echte Reaktion zeigen und die haben wir gezeigt. Und das über 90 Minuten“, betonte Kapitän Willi Orban.

          Eine Woche nach der ersten Niederlage des Liga-Debütanten spielte RB Hertha BSC, angereist als Tabellendritter, an die Wand. Er habe eine Reaktion sehen wollen, betonte Hasenhüttl. Nicht nur er, sondern mit ihm 42 557 Zuschauer sowie Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz bekamen sie. „Meine Mannschaft hat mich nicht enttäuscht“, meinte Hasenhüttl.

          Was Mateschitz dem Team nach der Leistungsdemonstration gegen die harmlosen Herthaner mit auf den Weg gab, wollte dessen österreichischer Landmann Hasenhüttl nicht verraten. „Er hat uns gratuliert“, meinte er schmunzelnd.

          Zuhause ist RB nicht zu schlagen

          Die Zahlen sprechen für sich. In 7 Spielen im eigenen Stadion erzielte RB 6 Siege, einmal spielte die Mannschaft unentschieden. 291.069 Zuschauer bekamen 14 Tore der Leipziger zu sehen bei gerade mal fünf Gegentoren. Nur der FC Bayern mit sechs Siegen und zwei Remis bei 23:4 Toren ist noch besser.

          Diese Statistik könnte sich jedoch am kommenden Mittwoch verschieben, wenn Leipzig in der englischen Woche zu Gast in München ist. „Wir sind stolz darauf, dass wir ein elektrisierendes Spiel gegen München spielen dürfen. Das haben wir uns hart erarbeitet“, sagte Hasenhüttl.

          Gegner-Taktik hin oder her

          Trotz der ersten Saisonniederlage des vergangenen Spieltages bleibt Leipzig stets torgefährlich. Mit schnellen und konsequent gespielten Kontern zwingt Leipzig bis jetzt jeder Mannschaft ihr eigenes Spiel auf.

          Ja, ist denn schon Weihnachten in Leipzig?

          So wollte Hertha den Leipzigern den Ballbesitz überlassen. Aus der erhofften Patentlösung gegen die Hochgeschwindigkeitskicker wurde jedoch nichts. Die Gefahr rasanter Konterattacken war zwar etwas eingeschränkt, Hasenhüttls Team entwickelte aber auch in der Hertha-Hälfte enormen Druck.

          Mit den Toren durch Timo Werner in der 41. Minute und Orban waren die Gäste sogar noch gut bedient. Das Bewundernswerte: Hasenhüttl hatte es angekündigt: Man wolle den Berlinern das eigene Spiel aufzwingen, „so dass sie auf unser Spiel reagieren müssen“, hatte der RB-Coach gesagt.

          Startformation ist nicht entscheidend

          Die Bullen überzeugen auch durch ihre Variabilität und Flexibilität, wenn es zu Spielerausfällen kommt. Naby Keita musste zur Halbzeit gegen die Hertha raus. Der Mittelfeldspieler war bis dahin wieder eine der treibenden Kräfte im Spiel der Leipziger.

          Für ihn wechselte Hasenhüttl im Mittelfeld vor der Abwehr Dominik Kaiser ein. „Er kommt rein und spielt so weiter, als ob er immer auf der Position gespielt hätte“, lobte der Coach.

          Angsthasenfußball gibt es nicht

          Sie spielen mit Risiko – das sich auch auszahlt. Das beste Beispiel: Willi Orban. Der Kapitän ging vorbelastet mit vier Gelben Karten in die Partie gegen Hertha. Selbst in Führung liegend nahm Coach Hasenhüttl den Manndecker aber nicht vom Platz, um einer möglichen Sperre gegen die Bayern vorzubeugen. Und was machte Orban zum Dank: Er sorgte mit einem wuchtigen Kopfball für das 2:0 und damit die endgültige Entscheidung.

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