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Kampf um die Plätze : Wohin nur mit Müller beim FC Bayern?

  • Aktualisiert am

Thomas Müller muss um seinen Platz in der Elf des FC Bayern kämpfen. Bild: Picture-Alliance

Der Kader der Münchner ist nicht groß, aber mit vielen Stars besetzt. Der Kampf um die besten Plätze in der Elf von Niko Kovac läuft. Es könnte prominente Bankdrücker geben. Vor allem eine Schlüsselfrage ist offen.

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          Die Bayern lassen die Muskeln spielen. Zum Start in eine knackige Woche mit zwei Härtetests beim Audi Cup mit Topteams wie Real Madrid und Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur sowie dem brisanten Supercup-Duell mit dem nationalen Rivalen Borussia Dortmund präsentierten sich Stars wie Robert Lewandowski und Thiago am Sonntag beim öffentlichen Training kraftstrotzend im Muskel-Shirt. Mit den Spielen in der eigenen Arena an diesem Dienstag und am Mittwoch rückt auch das Thema Uli Hoeneß und sein möglicher Rückzug wieder ein wenig in den Hintergrund. „Früher haben wir auf Dorfplätzen gespielt, jetzt spielen wir schon Vorbereitungsspiele gegen Topmannschaften. Das bringt uns selbst in eine gute Position“, sagt Trainer Niko Kovac.

          Bundesliga

          Knapp drei Wochen vor dem Bundesliga-Ernstfall wird schon mal Stärke demonstriert. „Wir müssen jedes Mal aufs Neue zeigen, dass wir die Nummer eins sind“, erklärte Lewandowski. Zwei Tage Erholung gönnte Kovac seinen Profis nach der Rückkehr von der strapaziösen, aber auch gelungenen Amerika-Reise. Am Wochenende startete der Kroate auf dem Vereinsgelände mit dem Feinschliff für die neue Fußballsaison, die für den deutschen Serienmeister in 14 Tagen mit dem DFB-Pokalspiel beim Viertligaverein Energie Cottbus beginnt.

          Kovac schaute bei der fast zweistündigen Übungseinheit genau hin. Die schwarze Trainingskladde steckte meist hinten in der kurzen Hose. Es gab zahlreiche Spielformen mit Wettkampfcharakter, Einsatz und Ehrgeiz waren hoch. Es fehlte nur Neuzugang Lucas Hernández, der nach seiner Knie-Operation bald ins Teamtraining einsteigen soll.

          Kovac schürt aber auch ohne den 80 Millionen Euro teuren Weltmeister den Konkurrenzkampf in seinem noch „überschaubaren Kader“, der insbesondere noch mit einem Flügelspieler verstärkt werden soll. „Jeder kämpft um die Plätze, jeder möchte sich empfehlen, um in den ersten Pflichtspielen mit dabei zu sein. Bis zur Länderspielpause gibt es einen Rhythmus, wo man nicht so viele Spiele hat, nicht alle drei Tage spielt. Da ist es für einen Trainer nicht immer ganz einfach, weil vielleicht weniger rotiert werden wird“, sagte Kovac.

          Es herrscht Gedränge beim Wettbewerb um die elf Startplätze. Und eine Schlüsselfrage im neuen 4-3-3-System, das Kovac in der Vorbereitung einstudiert, lautet: Wohin mit Thomas Müller? Die bevorzugte Position des Angreifers zentral hinter Mittelstürmer Lewandowski gibt es nicht mehr. Um die beiden Achter-Posten im Mittelfeld konkurrieren eher Leon Goretzka, Weltmeister Corentin Tolisso und Renato Sanches.

          Die Erstbesetzung auf dem rechten Flügel ist Nationalspieler Serge Gnabry. Kovac stellte Müller darum in zwei der drei Testspiele in Amerika als zentrale Spitze auf. „Thomas hat vorne gespielt, das hatte Gründe. Wir müssen gewappnet sein, wenn Robert mal eine Pause braucht, aus welchen Gründen immer auch“, erläuterte der Coach. Müllers Einsatzgebiet ist offen. Weitere wertvolle Hinweise könnte es in den Testspielen dieser Woche geben. Am Dienstag (20.30 Uhr im ZDF) treffen die Bayern beim Audi Cup in der Allianz Arena auf Fenerbahce Istanbul. Tags darauf geht es im Finale oder im Spiel um Platz drei gegen Real oder Tottenham. Und nur drei Tage später geht es in Dortmund auch schon um den ersten Titel der Saison.

          „Wir müssen vom ersten Spieltag an da sein, es geht schon mit dem Supercup los, um da ein Zeichen zu setzen“, kündigte Abwehrchef Niklas Süle an. Nach den Weggängen von Mats Hummels und Rafinha bekommt der Nationalspieler zwei französische Weltmeister zur Seite gestellt, wobei Lucas Hernández wegen einer Verletzung noch nicht ins Teamtraining eingestiegen ist. Sein Heimdebüt wird daher vorerst nur der aus Stuttgart verpflichtete Benjamin Pavard geben. „Für mich ist der Supercup auch richtig wichtig“, erklärte Kapitän Manuel Neuer während der Amerika-Tour. Die Münchner peilen den vierten Supercup-Gewinn am Stück an. „Die Duelle zwischen Bayern und Dortmund sind immer heiß“, sagte der ehemalige Dortmunder Lewandowski. Er geht von einem Bayern-Sieg aus.

          Parallel zur Vorbereitung geht die Suche nach Verstärkungen weiter. Der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané genießt dabei weiterhin Priorität. Das Gesamtpaket aus Ablöse und Gehalt für den Außenstürmer von Manchester City würde 100 Millionen Euro klar übersteigen. Die Bayern-Bosse vermeiden Wasserstandsmeldungen, reagieren nach außen gelassen. „Ich glaube, wir haben eine tolle Mannschaft. Sie ist top besetzt vom Torwart bis zum Linksaußen“, erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. In der „Bild am Sonntag“ versicherte der 63-Jährige: „Es wird noch Transfers geben, ganz sicher.“ Und Trainer Kovac sagt zum Thema Sané: „Ich bin sehr zuversichtlich. Davon gehe ich aus, dass wir ihn bekommen können.“

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