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Wehen hadert mit Viedeobeweis : „Bitter für uns und den ganzen Fußball“

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Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm: „Wir sind entscheidend benachteiligt worden“. Bild: dpa

Wehen freut sich über das vermeintliche Führungstor in Dresden, muss dann aber mit Abstoß vorlieb nehmen. Hundert Meter entfernt lag eine Fehlentscheidung vor. Trainer Rehm ist außer sich.

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          Im Duell zwischen dem Letzten und dem Vorletzen der 2. Fußball-Bundesliga hat Dynamo Dresden einen glücklichen Sieg errungen und damit die Plätzen mit dem SV Wehen Wiesbaden getauscht. Der mühsame 1:0 (1:0)-Erfolg kam allerdings nur dank einer neuerlichen Volte des Videobeweis-Systems zustande. Drittletzter bleibt der VfL Bochum nach einem 1:1 (1:1) beim seit sechs Pflichtspielen sieglosen FC St. Pauli.

          2. Bundesliga

          In Dresden ereignete sich vor 25.444 Zuschauern ein weiteres Kuriosum des Videobeweises. Wehens Manuel Schäffler traf in der 26. Minute zum vermeintlichen 0:1. Doch da der Ball beim vorangegangene Angriff der Dresdner 100 Meter entfernt und zehn Sekunden zuvor doch im Wehener Tor-Aus gewesen war, nahm Schiedsrichter Martin Petersen den Treffer zurück und entschied auf Abstoß für Wiesbaden.

          „Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Die Szene hatte gar nichts mehr mit dem Tor zu tun. Wir sind entscheidend benachteiligt worden“, schimpfte Wiesbadens Trainer Rüdiger Rehm am Sky-Mikrofon. „Dadurch ist das ganze Spiel kaputt gegangen. Das ist bitter für uns und den ganzen Fußball. Wir brauchen doch gar keinen Schiedsrichter mehr zum Spiel mitnehmen, wenn alles in Köln entschieden wird.“ Dynamo-Trainer Christian Fiel räumte ein: „Wir müssen dankbar sein, dass der Schiedsrichter so entschieden hat.“

          Eine Viertelstunde später nutzte Dynamo durch Alexander Jeremejeff seine erste Torchance (41.). Unmittelbar danach gab es eine Spielunterbrechung, neben Wehens Torhüter Lukas Watkowiak war ein Knallkörper explodiert. Watkowiak konnte weiterspielen und parierte noch gegen Moussa Kone (53.), der viel zu unplatziert abgeschlossen hatte. Für eine Wehener Wende reichte es nicht mehr.

          Der FC St. Pauli hat seine sportliche Durststrecke nicht beendet können. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum musste sich der Kiezclub trotz eines überlegen geführten Spiels mit einem mageren 1:1 (1:1) begnügen und blieb damit auch im fünften Ligaspiel in Serie ohne Sieg.

          Vor 29.546 Zuschauern im abermals ausverkauften Millerntor-Stadion brachte Simon Zoller (5. Minute) die Gäste in Führung, die der starke Waldemar Sobota (10.) ausglich. In der von Beginn an abwechslungsreichen Begegnung hatte St. Pauli die erste Großchance, als Sobota (4.) den Pfosten traf. Im Gegenzug machte es Zoller besser, der nach einer Fußabwehr von Torwart Robin Himmelmann zur Führung abstaubte. Die hielt aber nur fünf Minuten, denn Sobota zielte bei seinem zweiten Torschuss genauer. Leo Östigard (33.) vergab vor der Pause die beste Chance zur St. Pauli-Führung.

          Nach dem Wechsel bestimmten die Gastgeber das Match, doch der starke VfL-Torhüter Manuel Riemann verhinderte gegen Viktor Gyökeres (63.) und Dimitrios Diamantakas (67.) die durchaus mögliche Führung der Hausherren. Der VfL hingegen tat in der zweiten Halbzeit zu wenig für die Offensive und schien mit dem Teilerfolg zufrieden zu sein.

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