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6:2 in Berlin : Leipzig mit Gala in Richtung Europa

  • Aktualisiert am

Aus einem Guss: Das Team aus Leizig Bild: dpa

Auch in seinem zweiten Bundesliga-Jahr schafft RB Leipzig den Sprung nach Europa. Zum Saisonabschluss gelingt ein 6:2-Erfolg bei Hertha BSC. Spannend bleibt die Trainerfrage.

          2 Min.

          Mit einer Tor-Gala ist das junge Team von RB Leipzig abermals ins internationale Geschäft gestürmt und hat Coach Ralph Hasenhüttl gute Argumente für den Poker um seine Zukunft verschafft. Mit dem verdienten 6:2 (3:1)-Sieg bei Hertha BSC machten die Sachsen am letzten Spieltag ihres zweiten Bundesliga-Jahres die Qualifikation für die Europa League perfekt.

          Bundesliga

          Durch die Ergebnisse der Konkurrenz erfüllte sich die Mini-Hoffnung auf die Königsklasse aber nicht mehr. Dayot Upamecano (2. Minute), Ademola Lookman (8.), Jean-Kévin Augustin (22./54.), Timo Werner (49.) und Bruma (82.) sicherten am Samstag vor 60.502 Zuschauern im Olympiastadion mit ihren Toren den sechsten Tabellenplatz ab. Vergangene Saison hatte Leipzig in Berlin das Ticket für die Champions League gefeiert.

          Für Hertha trafen Vedad Ibisevic (4.) und Salomon Kalou (64.). Damit erfüllte der Hauptstadtclub zwar als Zehnter sein Saisonziel, bot seinen Fans aber wieder mal einen blamablen Auftritt zum Abschluss.

          Keine Entscheidung in der Trainerfrage

          Schon vor dem Anpfiff wollte Leipzigs Sportdirektor Ralf Rangnick ein Verpassen der Königsklasse nicht als Rückschritt bewerten und sprach von einer „außergewöhnlichen Saison“. Spannend bleibt nun die Zukunft von Coach Hasenhüttl. „Es gibt keine Entscheidung zu präsentieren. Unser Trainer hat noch einen Vertrag bis 2019“, sagte Rangnick bei Sky. „Wir werden in aller Ruhe die Saison besprechen.“

          Und zumindest sportlich sprach der letzte Auftritt für eine weitere Zusammenarbeit mit dem Trainer. Von Beginn an war Herthas Defensive mit dem Leipziger Hochgeschwindigkeitsfußball überfordert. Mit dem Sieg holte Leipzig in seinen ersten beiden Bundesliga-Saisons 120 Zähler, dies gelang umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel zuvor nur dem FC Bayern München. Zudem ist das Hasenhüttl-Team der erste deutsche Europapokal-Debütant seit Leverkusen 1986/87 und 1987/88, der auch im nächsten Jahr den Sprung in das internationale Geschäft schaffte.

          Die Grundlage für den Erfolg legte Upamecano, der sich im Anschluss an eine Ecke des agilen Kevin Kampl nach nur 75 Sekunden im Kopfballduell mit Mathew Leckie durchsetzte. Doch bei gegnerischen Standards und hohen Bällen waren die Leipziger anfällig. Nur 130 Sekunden später wurde Innenverteidiger Ibrahima Konaté vom Stürmer-Duo Davie Selke und Ibisevic rustikal in die Zange genommen, der Hertha-Kapitän erzielte per Kopf seinen sechsten Saisontreffer.

          Doch Leipzig ließ sich von diesem Rückschlag nicht beirren und setzte mit Unterstützung der Mannschaft von Trainer Pal Dardai seinen Offensivwirbel fort. Nach sehenswerter Hackenablage von Werner erwischte Lookmann Rune Jarstein mit einem Schuss in die kurze Ecke auf dem falschen Fuß. Und auch beim 1:3 sah der Hertha-Keeper nicht gut aus, als er den unplatzierten Versuch von Augustin durch die Hände flutschen ließ.

          Spätestens nach den Treffern von Werner und abermals Augustin wurde das Spiel für RB zum Schaulaufen. Für Hertha ging es auch nach dem Treffer von Kalou um nichts mehr. Gut eine halbe Stunde lang durfte sich Julian Schieber in seinem letzten Einsatz für die Berliner noch einmal den Fans präsentieren. Im Gegensatz zu Mitchell Weiser, der vor seinem Abgang zu Bayer Leverkusen nicht im Kader stand und nach Angaben des Clubs auf eigenen Wunsch nicht im Stadion verabschiedet wurde.

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