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1:1 bei Başakşehir : So schenkt Gladbach die Europa League her

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Nächster bitterer Abend für die Gladbacher in der Europa League: Florian Neuhaus und Oscar Wendt sind bedient. Bild: dpa

Gladbach wartet weiter auf den ersten Sieg in der Europa League. Gegen Başakşehir zeigte die in der Bundesliga so auswärtsstarke Borussia eine enttäuschte Leistung – und hatte am Ende doch Glück.

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          Der ehemalige Nationalspieler Patrick Herrmann hat Borussia Mönchengladbach vor der zweiten Niederlage in der Europa League gerade noch bewahrt. Der eingewechselte Offensivspieler erzielte in der 90. Minute den Ausgleich zum 1:1 (0:0) bei Basaksehir Istanbul. Trotzdem muss die Borussia um das angestrebte Weiterkommen in der Europa League bangen, denn erstmals in dieser Saison konnte die Borussia beim erst 2014 gegründeten Lieblingsverein vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Donnerstag ein Auswärtsspiel nicht gewinnen. Immerhin gelang dank Herrmann ein Punkt, nachdem Basaksehir durch Edin Visca in Führung gegangen war (55.).

          Nach dem insgesamt schwachen Spiel stehen die Borussen aber wie schon 2012 nach zwei Gruppenspielen mit nur einem Punkt da. Vor sieben Jahren gelang noch der Einzug in die K.o.-Runde. Dafür müssten sich die Gladbacher aber schleunigst steigern. In drei Wochen muss das Team von Trainer Marco Rose bei der AS Rom antreten.

          Europa League

          „Wir sind natürlich sehr glücklich, am Ende noch 1:1 gespielt zu haben. Es ist einiges nicht optimal gelaufen. Dass wir es besser können, wissen wir auch“, sagte Torschütze Herrmann und fügte hinzu: „Für die Moral ist es gut, dass wir nicht verloren haben. Bei sechs Spielen ist jeder Punkt wichtig.“

          Nach dem heftigen Europacup-Fehlstart hatte Trainer Rose einen Sieg in Istanbul gefordert. Die zuletzt starken Auswärtsauftritte sollten als Mutmacher dienen, taten sie aber nicht. Denn vor nur rund 5000 Zuschauern, davon gut ein Drittel aus Gladbach, war im Spiel der Borussia viel zu wenig Zielstrebigkeit und Schnelligkeit. Die Türken, bei denen viele alternde Internationale im Kader stehen, waren aggressiver und engagierter – und machten so ihre Nachteile wett.

          In den ersten 45 Minuten kam die Borussia nur zu einer echten Torchance, als Marcus Thuram per Kopf an Keeper Mert Günok scheiterte (20.). Allerdings hatte der Bundesliga-Fünfte auch Pech, dass es kurz zuvor keinen Handelfmeter gab, als Ponck einen Schuss von Florian Neuhaus mit abgespreiztem Arm abwehrte. Den Videobeweis gibt es in der Gruppenphase der Europa League nicht.

          Die besseren Möglichkeiten hatte jedoch Basaksehir. Gladbachs Schlussmann Yann Sommer war aber bei einem gefährlichen Volleyschuss von Danijel Aleksic (3.) ebenso zur Stelle wie bei Versuchen von Visca (24.) und Irfan Kahveci (36.). Die rustikale Spielweise der Gastgeber beeindruckte nicht nur die Rose-Elf, sondern dezimierte sie auch. So musste Plea nach einem üblen Tritt von Enzo Crivelli vom Platz, für den Franzosen kam Raffael, der auch für ein bisschen Ordnung im Gladbacher Offensivspiel sorgte.

          Die Nachlässigkeiten blieben aber und sollten im zweiten Durchgang bestraft werden. Nach einem unnötigen Ballverlust von Oscar Wendt, der wieder den Vorzug vor Neuzugang Ramy Bensebaini erhalten hatte, setzte Crivelli mit einem langen Ball Visca in Szene. Der Bosnier ließ sich die Chance nicht nehmen und schob den Ball an Sommer vorbei ins Tor. Doch in der letzten Minute schlug noch Herrmann aus kurzer Entfernung zu.

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