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Formel-1-Fiasko mit Vettel : Warum Ferrari so tief im Schlamassel steckt

  • -Aktualisiert am

Auch Leidtragender der Ferrari-Krise: Formel-1-Pilot Sebastian Vettel Bild: Reuters

Es ist eine Krise ohne Ausfahrt, nicht nur in dieser bislang durch Debakel geprägten Saison. Die Scuderia Ferrari kreist seit Jahren auf Irrwegen durch die Formel 1: Die Geschichte eines sportlichen Niedergangs.

          5 Min.

          Die Tabelle lügt nicht. Ferrari liegt dort nach drei Rennen an fünfter Stelle in der Konstrukteurswertung der Formel 1. Daraus könnte schnell ein sechster Platz werden, wenn es Renault gelingt, die Qualitäten seines Autos auch auf der Strecke umzusetzen. Der Kampf um die Plätze fünf und sechs ist nach Einschätzung von Sebastian Vettel Ferraris „neue Realität“. So schlecht war Italiens Nationalheiligtum seit 1981 nicht mehr. Immerhin gewann Ferrari vor 39 Jahren noch zwei Rennen. Dafür sind in dieser Saison schon mehrere Wunder komprimiert auf 300 Kilometer Renndistanz nötig.

          Ferrari-Teamchef Mattia Binotto kritisierte sein Team nach dem enttäuschenden Ergebnis in Ungarn ungewöhnlich scharf. Ein sechster und ein elfter Platz mit je einer Runde Rückstand auf den Sieger sei Ferraris nicht würdig, sagte der Italiener und forderte von seiner Mannschaft eine starke Reaktion: „Es war ein extrem enttäuschender Sonntag. Dieses Resultat ist nur schwer zu verdauen. In der Qualifikation haben wir das meiste aus unserem Auto herausgeholt. Aber im Rennen ist uns das nicht gelungen. Überrundet zu werden tut uns und unseren Fans weh. Wir müssen jetzt alles dafür tun, uns in jedem Bereich zu verbessern. Jeder muss seine Arbeit hinterfragen und den Mut zu einem Kurswechsel haben, sollte er notwendig sein. Die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel.“ Der verbale Rundumschlag des sonst eher harmoniebedürftigen Chefs hinterließ in der Szene den Eindruck, dass Binotto mit dem Rücken zur Wand steht.

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