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Formel 1 zu Terror in Paris : „Eine boshafte Welt mit boshaften Menschen“

„Was auch immer wir tun, es wird die Menschen nicht zurück bringen“: Bernie Ecclestone Bild: dpa

Auch die Formel 1 gedenkt der Opfer des Terrors in Paris. Nicht nur die Piloten äußern sich vor dem Rennen in Brasilien bestürzt. Für Stirnrunzeln sorgt aber ein Vergleich von Jean Todt.

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          Die Formel 1 wird den Opfern der Terroranschläge von Paris mit einer Schweigeminute vor dem Start des Großen Preises von Brasilien am Sonntag in São Paulo gedenken. „Wir leben in einer boshaften Welt mit boshaften Menschen“, sagte Bernie Ecclestone, der Chefvermarkter der Rennserie am Samstagmittag im Autodromo Jose Carlos Pace. Der 85 Jahre alte Brite fügte an: „Was auch immer wir tun, es wird die Menschen nicht zurück bringen.“

          Christoph Becker
          Sportredakteur.

          Auch Jean Todt, der Präsident des Internationalen Automobilverbandes Fia, äußerte sich erschüttert: „Die Menschen in aller Welt können von den Anschlägen nur furchtbar geschockt sein.“ Die Fia hat ihren Sitz am Place de la Concorde in Paris.

          Todt fügte an: „Wir müssen es ertragen, ein solches Drama zu sehen. Wir können nur an alle Opfer denken und hoffen, dass es nicht noch einmal passiert. Wir hatten bereits ein Opfergedenken geplant, anlässlich des Gedenktages für Verkehrsopfer morgen. Jeden Tag sterben 3500 Menschen auf den Straßen, dreißig Mal mehr als bei den Anschlägen.“ Todts auf dem französischen Sender „Canal plus Sport“ ausgestrahlte Aussage sorgte angesichts des Vergleichs der Opferzahlen bei etlichen Beobachtern in Sao Paulo für Stirnrunzeln.

          Der französische Lotus-Pilot Romain Grosjean absolvierte das dritte freie Training am Mittag unterdessen mit einem Trauerflor in den Farben der französischen Tricolore. „Ich denke aus Brasilien an euch“, twitterte Grosjean. „Es lebe der Frieden.“ Neben Grosjean drückten zahlreiche Fahrer ihre Verbundenheit mit den Opfern der Anschläge aus.

          Der bereits als abermaliger Weltmeister feststehende Engländer Lewis Hamilton twitterte vor dem Qualifying, das um 14 Uhr brasilianischer Zeit (17.00 Uhr MEZ / Live bei RTL, Sky und im Formel-1-Ticker bei FAZ.NET) beginnt, er gehe „schweren Herzens“ ins Qualifikationstraining. „Meine Gedanken sind mit jedem in Paris.“ Sein deutscher Teamkollege bei Mercedes, Nico Rosberg, hatte bereits in der Nacht getwittert, er sei „sprachlos angesichts der Tragödie in Frankreich. Meine Gedanken sind bei euch“.

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