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Denk ich an Sport (30) : „Ein Ja zur Verletzlichkeit“

  • -Aktualisiert am

„Ich sehe für Kinder und Jugendliche drei Gefährdungen im Sport“: Wolfgang Huber Bild: Matthias Lüdecke

Wolfgang Huber ist evangelischer Theologe und inzwischen im Ruhestand. Hier schreibt er über ein Leben, das nicht nur an Erfolg, Gesundheit und dem olympischen Menschenbild orientiert sein sollte.

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          Der evangelische Theologe Wolfgang Huber war bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2009 Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland und Bischof von Berlin-Brandenburg. In Straßburg geboren, lebt der 77 Jahre alte Theologe mit seiner Frau in Berlin. Sein Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von F.A.Z.-Volontär Tobias Schrörs.

          Als ich etwa zwölf Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal ein Fußballspiel im Stadion gesehen. Mein Vater ging mit meinen Brüdern und mir zum Spiel des Freiburger FC gegen den HSV, der mit dem jungen Uwe Seeler antrat. Bei der erstbesten Gelegenheit rief ich: Schiedsrichter ans Telefon! Ich war fest davon überzeugt, dass der das Spiel nur schlechter machte. Ich bin immer besonders allergisch, wenn im Sport etwas passiert, was unfair ist – und den Eindruck muss ich wohl damals gehabt haben. Der Sport ist das grundlegende Beispiel für Fairness. Eines der bedeutendsten philosophischen Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts über Gerechtigkeit trägt nicht von ungefähr den Titel „Gerechtigkeit als Fairness“. Geschrieben hat es John Rawls.

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