Denk ich an Sport (20) : „Ich will kein Vorbild sein“

Wigald Boning ist Komiker. Hier schreibt er über ein 24-Stunden-Rennen im Hallenbad, seine Zeit als Diskuswerfer, die Bürokratisierung des Körpers und seine Bewunderung für Gertrude Ederle, die als erste Frau den Ärmelkanal durchschwamm.
Wigald Boning trägt nicht nur in seinem Beruf als Komiker, Fernsehmoderator und Musiker gern grellbunte Sportkleidung. Immer wieder nimmt er die Gelegenheit wahr, zu sportlicher Betätigung ins Trikot zu schlüpfen oder die Badehose auszupacken – und das schon länger als anderthalb Jahrzehnte. Vor elf Jahren erschien Bonings Buch „Bekenntnisse eines Nachtsportlers“, in dem er sportliche Erfahrungen ganz eigener Art beschreibt: Dauerläufe und Radtouren vor Sonnenaufgang, zu denen ihn die Schlaflosigkeit trieb. Paddeln und Inline-Skaten mit Prominenten. Seine Entwicklung als Musiker und Comedian hat ihm Prominenz und Ehre eingebracht, etwa die Auszeichnung mit dem Adolf-Grimme Preis, dem deutschen Fernsehpreis und dem Bambi. Mehr als ein halbes Dutzend Bücher, CDs und Konzerte mit seiner Band „Die Doofen“ und gemeinsam mit dem Jazzer Roberto Di Gioia sowie vor allem seine Fernsehauftritte in „RTL Samstag Nacht“, „WIB-Schaukel“, „Clever!“ und „Genial Daneben“ haben ihn vorbereitet auf eine Sportsendung. 2018 war er im Einstünder „Deutschland – Deine Fußballseele“ zu sehen. Seit Boning im Januar 52 Jahre alt geworden ist, plädiert er für die Einführung von Oldlympics. (mr.)
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