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Denk ich an Sport (19) : „Olympia braucht ein neues Gewand“

  • -Aktualisiert am

„Sport macht mich glücklich, das hätte ich früher nicht gedacht“: Olaf Scholz 2017 im Hamburger Rathaus Bild: Henning Bode

Olaf Scholz war Erster Bürgermeister in Hamburg und ist nun Bundesfinanzminister. Hier schreibt er über Rudertouren auf der Alster, seine Vier minus im Sportunterricht, den Gewinn von Bewegung für das Leben und über die Spiele der Zukunft.

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          Olaf Scholz, 61, wurde in Osnabrück geboren und wuchs in Hamburg als ältester von drei Söhnen auf. Nach dem Abitur studierte er Jura an der Universität Hamburg, seit 1985 besitzt er eine Zulassung als Rechtsanwalt. Schon mit 17 Jahren, als Gymnasiast, trat Scholz in die SPD ein. Von Mai 2001 bis Oktober 2001 war er Innensenator Hamburgs, von November 2007 bis Oktober 2009 Bundesminister für Arbeit und Soziales. Anschließend wurde er zum Landesvorsitzenden der SPD Hamburg gewählt, von März 2011 bis März 2018 war er Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. Danach wurde er Vizekanzler und Bundesfinanzminister und lebt nun in Potsdam. Scholz ist mit der SPD-Politikerin Britta Ernst verheiratet. Sein Beitrag zur Serie „Denk ich an Sport“ wurde aufgezeichnet von F.A.Z.-Sportredakteur Michael Wittershagen.

          Denk ich an Sport, dann denke ich ganz sicher nicht an meine Jugend. Mein Vater hat in seiner Jugend Fußball gespielt, auch meine Brüder haben sich immer gern und sehr viel bewegt, ich aber war unsportlich. Nach fast jedem Schuljahr bekam ich das schwarz auf weiß zu lesen. Sport: Vier minus. Mich hat das nicht weiter gestört, denn der Sportunterricht hat mir einfach keine Freude bereitet. Das Einzige, was ich wirklich gern mochte, war Schwimmen. Ich habe es sogar zum DLRG-Grundschein gebracht. Ansonsten hatte ich einfach andere Interessen, habe viel in den Büchern von Karl May gelesen, habe häufig diskutiert und früh damit begonnen, mich für andere zu engagieren. Ich war Klassensprecher, später Schulsprecher, heute bin ich Politiker.

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