Unser täglich Buch (5) :
Suche nach dem perfekten Jogi

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Bundestrainer Joachim Löw
Bundestrainer Joachim Löwdpa

Die besten Sportbücher des Jahres: „Joachim Löw und sein Traum vom perfekten Spiel“ zeigt den Bundestrainer als modernen Analytiker mit gehörigem Bauchgefühl.

Erst vor ein paar Monaten ist ein Versuch, Joachim Löw besonders nahe zu kommen, besonders schmerzlich danebengegangen. Wobei es schwer zu sagen war, was beim Lesen mehr weh tat: die Fragen, die Dagmar von Taube für die Stil-Seiten der "Welt am Sonntag" stellte ("Sind Sie immer so cremig wie eine Creme, perlt an Ihnen alles ab?"), oder die Penetranz, mit der die Marke Nivea, für die Löw als Testimonial wirbt, dabei in Szene gesetzt wurde. "Nivea, damit kann ich mich identifizieren, das kenne ich von klein auf. Wir Kinder (...) sind praktisch mit der blauen Dose aufgewachsen", sagte er da zum Beispiel. Als die Nähe dann auch noch körperlich wurde und die Reporterin beschrieb, wie sie Löw ins Haar fasst, um dessen Echtheit zu prüfen, blieb einem gar nichts anderes übrig, als sich fremdzuschämen. Und am Ende beschlich einen trotz bestandener Haarprobe das Gefühl, es gar nicht mit dem echten Fußball-Bundestrainer, sondern mit einer Kunstfigur zu tun zu haben.

FAZ

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