Seidel bei Shorttrack-EM : „Ich bin glücklich, dass ich Bronze ergattert habe“

Bei den Shorttrack-Europameisterschaften in Danzig gewinnt Anna Seidel Bronze. Und das, obwohl sie kurz davor krank gewesen ist.
Die Dresdnerin Anna Seidel hat bei den Shorttrack-Europameisterschaften in Danzig über 1500 m Bronze gewonnen. Seidel musste sich in einem von der Taktik bestimmten Rennen am Samstag nur Olympiasiegerin Suzanne Schulting (Niederlande), die den Titel bereits zum vierten Mal in Folge holte, und der Belgierin Hanne Desmet geschlagen geben.
Damit bestätigt die 24-jährige Seidel ihre starke Form aus dem Weltcup. Dort stand Seidel in der laufenden Saison bereits dreimal auf dem Podium. 2021 hatte sie über 1500 m ebenfalls in Danzig sogar EM-Silber gewonnen. „Ich bin glücklich, dass ich noch Bronze ergattert habe, obwohl ich krank war“, sagte Seidel: „Mehr wäre mir lieber gewesen. Aber ich bin in dieser Woche richtig krank gewesen und so glücklich, dass ich noch aufs Eis konnte und eine Medaille gewonnen habe.“
Pech am Sonntag
Über die 500 m verpasste Seidel ihre zweite Medaille am Samstag denkbar knapp. Beim Erfolg von Schulting, die ihr zweites Gold der Meisterschaften gewann, fehlten Seidel drei Tausendstel Sekunden zum Podium. Silber holte Lokalmatadorin Natalia Maliszewska vor Arianna Valcepina (Italien/44,011).
Am Sonntag über 1000 m hatte Seidel Pech, sie bekam die Hand von Xandra Velzeboer (Niederlande) ins Gesicht und stürzte. Seidel kamen die Tränen, Velzeboer bekam eine Strafe. Letztlich reichte es für Seidel zu Platz vier, der Titel ging an Desmet, die Schulting bezwang.





