Krise im Wintersport : Was ist los, Österreich?

Die Vierschanzentournee war für die Österreicher schon gelaufen, bevor sie überhaupt in Innsbruck ankam. Auch bei den Alpinen läuft es nicht. Alarm bei den verehrten Nachbarn? Nur die Ruhe. Es ist noch einiges möglich.
Wir müssten mal streng sprechen mit den verehrten Nachbarn. Nach dem Motto: Was ist los, Österreich? Nix, oder, seit der Hirscher sich sommers nicht mehr mit dem Heli auf den Berg zum Training choppern lässt, um im Winter alles in Grund und Boden zu fahren? Aber das wäre unangemessen. Wir haben ein Herz für Austria. Die Zurückhaltung in diesem Winter wird nichts anderes sein als großherzige Noblesse nach acht Jahren Gesamt-Weltcupsieger Hirscher.
Anderenfalls müssten wir uns Sorgen machen, nicht nur bei den Alpinen. Die Vierschanzentournee war für den ÖSV schon gelaufen, bevor sie überhaupt in Innsbruck ankam. Und nun, da sich der Spannungsbogen für Skifahrer in den nächsten vier Wochen erhitzt wie ein Alpengletscher, steht Matthias Mayer im Gesamt-Weltcup als bester Österreicher auf Platz fünf. Bei den Frauen ist Nicole Schmidhofer – Elfte.
Alarm? Nur die Ruhe. Erstens gibt es die Nationenwertung im Ski-Weltcup, ein Wettbewerb, den seit 1987 nur Austria gewonnen hat. Ob die Konkurrenz weiß, dass er existiert? Jedenfalls führt rot-weiß-rot auch diese Saison. Zweitens können die Salzburger Eintracht Frankfurt aus dem Fußball-Europapokal schießen, lange bevor es Frühling wird. Und so schlecht können die Skifahrer die Streif gar nicht runterkommen, als dass sich dann nicht doch noch alles ausgegangen sein wird.






