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Abfahrt auf der Streif : „Sag mal, sind wir wahnsinnig?“

  • -Aktualisiert am

Dominik Paris scheint die Streif besonders zu mögen – oder umgekehrt. Der Südtiroler siegt zum dritten Male beim prestigeträchtigsten Abfahrtsrennen. Bild: Picture-Alliance

So wie einst Markus Wasmeier denken viele Skirennfahrer, wenn sie das erste Mal im Starthaus der Streif stehen. Und dann rasen sie doch los. Einer gewinnt in diesem Jahr schon zum dritten Mal die legendäre Abfahrt.

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          Für Markus Waldner, den Renndirektor, war die Entscheidung unumgänglich: „Die Show ist in Kitzbühel wichtig, aber der Sport ist noch wichtiger.“ Um den Rennfahrern bestmögliche Bedingungen zu ermöglichen, hatte die Jury die Abfahrt vom traditionellen Hahnenkamm-Samstag auf den Freitag vorverlegt. Der Saisonhöhepunkt des alpinen Ski-Weltcups an einem Werktag, das gab es noch nie in 79 Jahren Kitzbüheler Ski-Geschichte. Doch die Wetterprognose machte es erforderlich.

          Und auch an einem Freitag kann ein Skikönig gekrönt werden, der über jeden sportlichen Zweifel erhaben ist: Der Italiener Dominik Paris gewinnt in einer Laufzeit von 1:56,82 Minuten vor dem Schweizer Weltmeister Beat Feuz (+0,20) und dem österreichischen Überraschungsmann Otmar Striedinger (+0,37). Es war der dritte erfolgreiche „Streifzug“ von Paris nach 2013 und 2017. Josef Ferstl wird als bester Deutscher Siebter (+1,10) und ist damit hochzufrieden. Wer auf der Streif gewinnt, nach dem wird eine Gondel am Hahnenkamm benannt, und er erhält einen Ehrentitel: „Kitzbühel-Sieger“ klingt in der Szene wie Olympiasieger. Mindestens. Der deutsche Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier (1994 in Lillehammer) hat es auch immer versucht, aber nie geschafft – er war ganz einfach zu leicht, um der Schnellste zu sein. Aber er weiß ganz genau, wie es zugeht auf der Streif:

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