Rücktritt eines Biathleten : Treffer von Peiffer

Biathlet Arnd Peiffer hat erst diese Woche seine Karriere beendet und wird jetzt schon vermisst. Vor allem wegen seiner treffsicheren Wortbeiträge zu Doping, Waffen oder Tempolimit. Guter Mann.
Das Weltcup-Finale in Östersund läuft, aber einer fehlt: Arnd Peiffer. Der Biathlet aus dem Harz hat diese Woche seine Karriere Knall auf Fall beendet. Und er wird jetzt schon vermisst, wegen seiner Leistungen, aber auch wegen seiner Wortbeiträge.
Zum Thema Doping etwa landete er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mal folgenden Treffer: „Zu behaupten: Alle Guten sind voll, das gehört für mich zu den klassischen einfachen Wahrheiten. Aber die Welt ist schon ein bisschen komplexer. Es ist ja auch nicht jeder katholische Priester pädophil, nur weil die katholische Kirche da ein Problem hat.“ Tja, was will man da noch erwidern?
Oder, abseits der Loipen und Schießstände, zum Thema Tempolimits auf Autobahnen: „Jede Nation hat, so scheint es, irgendetwas Gewachsenes, das eigentlich keinen Sinn mehr ergibt, aber woran man beharrlich klebt. Bei uns ist es das Auto, in den USA sind es die Waffen, und dann geht es hüben wie drüben auf einmal um die persönliche Freiheit, die angeblich eingeschränkt wird. Die Argumente der Tempolimitgegner und der Waffenverfechter sind ziemlich deckungsgleich.“ Guter Mann, dieser Peiffer. Hoffentlich hört man mal wieder von ihm.






