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Ausstieg eines Biathleten : „Ich war mental am Ende“

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„Ich war extrem enttäuscht und verärgert über meine miserable Leistung“: Johannes Kühn Bild: Picture-Alliance

Fünf Schuss, fünf Fehler – danach gab Biathlet Johannes Kühn frustriert auf. Sein plötzlicher Rennausstieg sorgte für viel Kritik. Nun spricht Kühn erstmals über seinen Blackout und die Folgen.

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          Fünf Schuss, fünf Fehler – und danach frustriert die Aufgabe. „Ich war mental am Ende. Ich war extrem enttäuscht und verärgert über meine miserable Leistung“, erklärte Biathlet Johannes Kühn in der „Passauer Neuen Presse“ erstmals öffentlich seinen viel kritisierten Ausstieg beim Sprint-Weltcup im tschechischen Nove Mesto.

          Folgen hat der Blackout für den 29-Jährigen nicht. Kühn darf sich am Donnerstag zum Start von Teil zwei des Weltcups im Sprint über die 10 Kilometer (17.30 Uhr in der ARD und bei Eurosport) rehabilitieren. Er und der ebenfalls schwache Roman Rees „können zeigen, dass sie mehr können. Das können sie in der kommenden Woche unter Beweis stellen“, sagte Bundestrainer Mark Kirchner bei der Kader-Nominierung.

          Schlechter geht es bei Kühn kaum, nachdem er am Samstag im Stehendanschlag alle fünf Scheiben verfehlt und für den Tiefpunkt seiner Karriere gesorgt hatte. Er habe Probleme mit der Scheibenhöhe gehabt, dadurch sei eine Trefferverlagerung nach oben entstanden, sagte Kühn.

          „Die Diskussion führt zu nichts“

          Sein Ausstieg hatte für viel Kritik gesorgt. „Es sind alles Vorbilder und es gehört einfach dazu, dass man weiterläuft, wenn man nicht schwer verletzt ist. Man läuft ins Ziel, auch wenn es langsam ist“, sagte ZDF-Experte Sven Fischer. Der ehemalige Weltklasse-Biathlet sprach von einer „Kurzschlusshandlung“.

          Kühns Teamkollege Arnd Peiffer, der im Sprint den dritten Platz belegte hatte, war dagegen um Ausgleich bemüht. „Die Diskussion führt zu nichts, eine Aufgabe ist seine Entscheidung. Wenn es eine Tortur gewesen wäre, dann ist es besser, er zieht zurück. Das ist völlig legitim“, sagte der 33-Jährige. Peiffer baut aber weiter auf Kühn. „Er ist eines unserer besten Lauftalente in Deutschland. Es muss das Ziel sein, dass er das Schießen in den Griff bekommt, denn den Johannes brauchen wir – auch für das Team“, betonte der Olympiasieger.

          Klar ist aber, dass Kühn sich erheblich steigern muss. Ein 18. Platz im Sprint von Antholz im Januar ist sein bislang bestes Ergebnis in diesem Winter. Der Anspruch ist ein anderer – der Druck vor den beiden letzten Stationen in dieser Saison in Nove Mesto und danach in Östersund entsprechend hoch.

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