https://www.faz.net/aktuell/sport/wintersport/eisschnelllauf-wm-pechstein-verpasst-finallauf-16658640.html

Eisschnelllauf-WM : Pechstein verpasst Finallauf

  • Aktualisiert am

Claudia Pechstein verpasst den Finallauf bei der Mehrkampf-WM Bild: AP

Im Sprint war sie die langsamste im Feld. Doch auch über die Mittelstrecken fuhr Claudia Pechstein hinterher. Zu ihrer Spezialdisziplin darf sie bei der Mehrkampf-WM gar nicht mehr antreten.

          1 Min.

          Eisschnellläuferin Claudia Pechstein hat nach dem Wirbel um die scharfe Attacke von Bundestrainer Erik Bouwman nur eine mäßige Allround-WM in Hamar/Norwegen gezeigt. Nach Läufen über 500 Meter, bei dem sie in 41,06 Sekunden den letzten Platz belegte, 3000 Meter (4:09,66 Minuten/17. Platz) und 1500 Meter (1:59,14/17.) belegte die fünfmalige Olympiasiegerin in der Gesamtwertung nur den 19. Rang. Das Finale der besten Acht über ihre Spezialstrecke 5000 Meter verpasste sie deutlich. Pechstein lag als beste Deutsche immerhin noch vor Roxanne Dufter (Inzell), die nach drei Rennen nicht über den 21. Rang unter 24 Teilnehmern hinauskam.

          Vor dem Finale führt die Niederländerin Ireen Wüst. Der niederländische Bundestrainer Bouwman hatte Pechstein am Donnerstag in einem Offenen Brief scharf angegriffen, und ihr vorgeworfen, „eine Maske mit einer boshaften doppelten Agenda“ zu tragen.

          Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) wählt am 28. März in Erfurt einen Nachfolger für die zurückgetretene Präsidentin Stefanie Teeuwen. Ein Kandidat ist Pechsteins Lebensgefährte Matthias Große. Für Bouwman ist das „der größte Witz, den ich je im Spitzensport erlebt habe.“ Pechstein bedankte sich sarkastisch bei dem Bundestrainer für den „Motivationsschub für Hamar“.

          Bei der parallel ausgetragenen Sprint-WM hatte Joel Dufter (Inzell) einen Achtungserfolg erzielt, die Medaillenränge aber letztlich klar verpasst. Der 24-Jährige belegte nach je zwei Läufen über 500 und 1000 Meter den achten Rang der Gesamtwertung.

          Dufter hatte am Freitag im ersten 1000-Meter-Rennen in 1:08,65 Minuten die zweitbeste Zeit erzielt. Am Samstag bestätigte er diese Leistung in 1:09,44 nicht ganz. Eine Top-10-Platzierung erreichte auch Nico Ihle (Chemnitz) als Zehnter. Der Münchner Hendrik Dombek beendete den Vierkampf auf Rang 19.

          Gold sicherte sich der Japaner Tatsuya Shinhama. Das russische Trio um Einzelstrecken-Weltmeister Pawel Kulischnikow trat am Samstag überraschend nicht mehr an.

          Bei den Frauen siegte Shinhamas Teamkollegin Miho Takagi. Katja Franzen aus Inzell kam nicht über den 23. Rang hinaus.

          Weitere Themen

          „Ich werde auch verletzt spielen“

          Ecuadors Enner Valencia : „Ich werde auch verletzt spielen“

          Seit der WM 2006 hat bei einer WM nur Enner Valencia für Ecuador getroffen. Umso größer sind die Sorgen, dass er nun mit seiner Knieverletzung ausfällt. Gegen Senegal geht es ums Weiterkommen.

          Topmeldungen

          An der Turbine: In vielen Arbeitsbereichen werden gute Fachkräfte benötigt – ob aus Deutschland oder dem Ausland

          Ausländische Fachkräfte : Im deutschen Interesse

          Die Eckpunkte der Ampel-Regierung für eine verbesserte Einwanderung sind ein kleiner Lichtblick. Ob sich die dramatischen Zustände bessern, entscheidet sich aber nicht nur in Berlin.
          Kann man sich bald wieder mehr Luxus leisten? Modegeschäft auf der Frankfurter Goethestraße

          Nach mehreren Preissprüngen : Inflation sinkt leicht auf 10 Prozent

          Die Inflationsrate ist im November in Deutschland erstmals wieder zurückgegangen. Das lag aber vor allem am niedrigeren Ölpreis – die Preise für Nahrungsmittel steigen weiter heftig. Deutet sich gleichwohl eine Trendwende an?

          Einstieg ins Elektroauto : Die lieben Kleinen

          Die Zukunft der Basismobilität ist verführerisch, aber teurer als heute: Unter 25.000 Euro wird nichts mehr gehen. Wer die Preishürde nicht scheut, dem muss vor der Zukunft nicht bange sein.
          Für Humorlose ist er nicht der richtige Mann: Sandro Wagner kommt die WM in Qatar fürs ZDF.

          Alles außer Fußball : Mehr Wagner wagen!

          Weil er einen Witz über die Gewänder der Qatarer gemacht hat, wurde Sandro Wagner gleich an den Pranger gestellt. Das hat er nicht verdient. Ohne ihn am Mikro wäre das WM-Fernsehen ziemlich öde.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.