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Biathlon-WM : Drei Männer mit 17 Fahrkarten

  • Aktualisiert am

Gut gezielt ist halb getroffen: Franziska Preuss im Stehenden Anschlag. Bild: EPA

Die deutschen Biathleten laufen bei der WM in der Verfolgung zwar schneller als im Sprint, sie verfehlen aber deutlich zu viele Scheiben. Die Frauen kommen besser klar, verpassen aber ebenso die Medaillen.

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          Die deutschen Biathletinnen um Franziska Preuß und Denise Herrmann haben die erste Medaille bei der WM in Pokljuka knapp verpasst. Preuß landete in der Verfolgung über 10 Kilometer auf dem fünften Platz, direkt vor der starken Vanessa Hinz, Herrmann wurde Achte.

          Den Sieg und damit die dritte Goldmedaille bei den Titelkämpfen in Slowenien sicherte sich Tiril Eckhoff. Die überragende Norwegerin gewann trotz zweier Strafrunden in 30:38,1 Minuten vor der Österreicherin Lisa Hauser (1 Schießfehler/+17,3 Sekunden) und Anais Chevalier-Bouchet (2/+33,0) aus Frankreich.  

          Preuß leistete sich zwei Fehler und hatte am Ende 49,3 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Zu Bronze fehlten ihr 16,3 Sekunden. Herrmann (3/+1:16,3 Minuten), die bereits im Sprint auf dem undankbaren vierten Platz gelandet war, vergab mit zwei Fehlern im letzten Stehendschießen alle Medaillenchancen. Hinz (0/+1:05,1) überzeugte mit einer makellosen Leistung auf dem Schießstand mit ihrem besten Saisonergebnis. Janina Hettich landete mit drei Fehlern (+3:30,0) als 34. im abgeschlagenen Feld.

          Deutsche Männer schießen vorbei

          Nach dem historischen Sprint-Debakel der Männer konnten Arnd Peiffer, Benedikt Doll und Johannes Kühn auch in der Verfolgung keine wirkliche Wiedergutmachung betreiben. Beim überlegenen Sieg des Franzosen Emilien Jacquelin lief Olympiasieger Peiffer im zweiten Einzelrennen auf Platz 20, Doll wurde 31. und Kühn 41. „Es war klar, dass heute kein Topergebnis drin war. Man braucht schon 90 Prozent Trefferleistung, um vorne mitzumischen. Deswegen hat das auch heute nicht funktioniert bei uns“, sagte Peiffer, der als 36. ins Rennen gegangen war.

          Titelverteidigung erfolgreich: Emilien Jacquelin
          Titelverteidigung erfolgreich: Emilien Jacquelin : Bild: AFP

          Während Jacquelin mit teils irren Schnellfeuereinlagen fehlerfrei seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigte, leistete sich das deutsche Trio insgesamt 17 Fehler: Peiffer schoss vier Fahrkarten, Doll sechs und Kühn gar sieben. Zumindest mit einer Teilleistung konnten sie aber zufrieden sein: Doll war in der Loipe der Zweitschnellste, Peiffer Sechster und Kühn Neunter. Silber sicherte der vom Münchner Johannes Lukas betreute Schwede Sebastian Samuelsson vor dem norwegischen Weltcup-Gesamtführenden Johannes Thingnes Bö.

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