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Wintersport : Tag der Norweger

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Immer vorneweg: Die norwegischen Biathleten um Ole Einar Björndalen sind in Ruhpolding am schnellsten Bild: AFP

Wo immer am Freitag auf Schnee Sport getrieben wurde, war Norwegen am besten: In Ruhpolding runden die Biathleten den Tag nach einem Doppelsieg in der alpinen Kombination und einer Halbzeitführung im Skifliegen ab.

          Wegen zu vieler Schießfehler hat die deutsche Männer-Staffel beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding einen Podestplatz verpasst. Erik Lesser, Johannes Kühn, Arnd Peiffer und Benedikt Doll erreichten am Freitag nach 4 x 7,5 Kilometern Rang fünf. Nach drei Strafrunden und neun Nachladern lag der Staffel-Weltmeister 1:51,4 Minuten hinter den siegreichen Norwegern zurück. Vor 13.500 Zuschauern wurde Olympiasieger Russland Zweiter vor Österreich. Auch beim ersten Staffel-Rennen der Saison in Hochfilzen Mitte Dezember hatte es die deutsche Staffel auf Platz fünf geschafft.

          Die Skandinavier rundeten mit ihrem Erfolg in der Loipe und am Schießstand einen Tag der Norweger ab: Zuvor hatten nämlich schon die Skirennfahrer Jansrud und Svindal für einen Doppelsieg in der alpinen Kombination von Wengen gesorgt. Kenneth Gangnes führt derweil zur Halbzeit der Skiflug-WM in Bad Mitterndorf.

          Veronika Velez Zuzulova (M.), die Gewinnerin des Weltcup Slaloms in Flachau, eingerahmt von der Schwedin Frida Hansdotter (l., Platz zwei) und der Slowakin Petra Vlhova Bilderstrecke

          Für die deutschen Wintersportler lief es derweil auch in Ruhpolding nicht nach Wunsch. „Platz fünf ist das Optimum, was heute noch möglich war, auch wenn wir uns einen Podestplatz vorgenommen haben“, sagte Peiffer im ZDF. Lesser, der noch nicht die WM-Norm erfüllt hat, zeigte als Startläufer eine starke Leistung. Der Verfolgungs-Weltmeister war schnell in der Loipe und setzte nur den letzten Schuss daneben. Als Zweiter übergab er fast zeitgleich mit Lettland an Kühn.

          Schießfehler des Unerfahrenen

          Der unerfahrene Kühn, der erst einmal in einer Weltcup-Staffel dabei war, musste Lehrgeld zahlen. Nach dem Stehendschießen musste er gleich dreimal in die Strafrunde und fiel auf Rang 16 zurück. Alle Chancen für Deutschland waren dahin. „Ich habe versucht, mich nicht extrem verunsichern zu lassen. Aber wenn du die Ersten nicht triffst, wird es hinten raus nicht einfacher“, sagte Kühn im ZDF. Peiffer und Doll brachten das Team immerhin noch wieder deutlich nach vorn.

          Neben dem pausierenden Daniel Böhm traten die deutschen Skijäger auch weiterhin ohne Simon Schempp an. Deutschlands bester Biathlet will nach seiner Erkältung im Massenstart am Samstag wieder dabei sein.

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