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IOC-Reformen : Winter-Olympia 2018 soll richtig cool werden

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Bei den Winterspielen 2018 soll die Jugend ihren Spaß haben Bild: AP

Die Agenda 2020 macht’s möglich! Bei den Winterspielen 2018 werden neue und hippe Wettbewerbe ins Programm aufgenommen. Und der Gastgeber der Sommerspiele 2020 bekommt Hausaufgaben.

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          Die Olympischen Winterspiele 2018 sollen durch neue Wettbewerbe an Attraktivität gewinnen, die Sommerspiele 2020 durch großes Kostenbewusstsein überzeugen. So wird es in zwei Jahren im südkoreanischen Pyeongchang neue Disziplinen im Snowboard, alpinen Skilauf, Eisschnelllauf und Curling geben. Dies entschied das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) am Montag in Lausanne. Weiter drastisch sparen wird der japanische Olympia-Gastgeber von 2020: Noch einmal rund 700 Millionen Dollar (664 rund Millionen Euro) sollen weniger in den Sportstättenbau investiert werden.

          Um ein jüngeres Publikum für die Olympischen Spiele zu begeistern und das Winterspiele-Programm aufzupeppen werden 2018 in Pyeongchang die Snowboard-Akrobaten erstmals im Big Air abheben und es im Eisschnelllauf den Massenstart geben. Außerdem kämpfen im Curling und im alpinen Ski Mixed-Mannschaften um Medaillen. Der Parallelslalom im Snowboard wird dagegen aus dem olympischen Programm gestrichen.

          Neue Disziplinen und Wettbewerbe können bis drei Jahre vor den nächsten Spielen hinzugefügt oder aus dem Programm genommen werden. „Die Veränderungen reflektieren die Evolution des Programms von Olympischen Winterspielen und sollen mit für den Erfolg der nächsten Ausgabe der Spiele sorgen“, hieß es in einer IOC-Erklärung. Sie seien zudem eine Folge der Agenda 2020, die auch für mehr Flexibilität im olympischen Programm sorgen soll.

          Allerdings konnten die Reformen noch nicht in vollem Umfange für 2018 umgesetzt werden. „Die Agenda 2020 konnte noch nicht wirklich umgesetzt werden, weil wir noch durch den Vertrag mit der Gastgeberstadt gebunden sind“, sagte IOC-Präsident Thomas Bach. „Deshalb ist es eine Art Übergangsprogramm.“

          IOC-Präsident Thomas Bach
          IOC-Präsident Thomas Bach : Bild: Reuters

          Andere Wettbewerbe heißt nicht mehr Teilnehmer. Bei den Winterspielen soll es eine Beschränkung auf rund 2900 Athleten geben - darunter werden aber mehr Frauen sein. Es werden 50 Männer- und 44 Frauen- sowie acht Mixed-Wettbewerbe auf dem Programm stehen. Die Zahl der Medaillenentscheidungen wird auf 102 und damit erstmals in der Olympia-Geschichte bei Winterspielen über 100 steigen.

          Ernst meint es das IOC mit dem Reformziel, dem Gigantismus zu begegnen. Deshalb wurden mit den Olympia-Organisatoren von Tokio weitere Einsparungen von 700 Millionen Dollar (rund 664 Millionen Euro) für den Bau oder die Modernisierung der Sportstätten für Schwimmen, Rugby, Badminton, Fechten, Ringen, Segeln, Taekwondo, Triathlon und Wasserball vereinbart. Bereits bei der ersten Abnahme der Baupläne der Arenen für 17 Sportarten konnten die Kosten um eine Milliarde Dollar gesenkt werden.

          „Wir haben einen intelligenteren Weg zur Nutzung der Sportstätten gefunden und es werden mehr existierende Arenen genutzt“, erklärte Bach. „Wir haben 1,7 Milliarden Dollar eingespart und ich bin zuversichtlich, dass es da noch Raum für wenig mehr gibt.“

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