Russischer Doping-Skandal :
Putin spricht von „Schuld“ – in Einzelfällen

Von
Evi Simeoni
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Zwischen Selfie und Selbstanklage: Staatspräsident Wladimir Putin beim Besuch der Universiadebewerbung
Zwischen Selfie und Selbstanklage: Staatspräsident Wladimir Putin beim Besuch der UniversiadebewerbungReuters

Einsicht ist der beste Weg zur Besserung? Russlands Staatspräsident gesteht erstmals Fehler im Anti-Doping-Kampf ein. Er will Schuldige „identifizieren“ – weist aber die meisten Vorwürfe weiter zurück.

Wladimir Putin ist zwar weit davon entfernt, organisiertes Staats-Doping in Russland zuzugeben, wie dies für die Zeit zwischen 2011 und 2015 nachgewiesen wurde. Aber er hat am Mittwoch immerhin einmal das Wort „Schuld“ im Zusammenhang mit der Doping-Situation in seinem Reich ausgesprochen. „Wir müssen zugeben“, sagte der Staatspräsident bei einem Besuch in Krasnojarsk in Sibirien zur Vorbereitung auf die Winter-Universiade 2019, „dass einige Doping-Fälle entdeckt wurden.“ Doping sei vollkommen inakzeptabel. „Das bedeutet, dass das aktuelle russische Anti-Doping-System versagt hat, und das ist unsere Schuld.“

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hatte zuletzt eingeräumt, dass die Beweise, die der Bericht des kanadischen Juraprofessors Richard McLaren enthält, zwar für den Nachweis von russischem Staats-Doping, aber nicht unbedingt für den Nachweis individueller Schuld einzelner Athleten ausreichten. Auch zum Nachweis systematischer Manipulationen an Doping-Proben russischer Medaillenkandidaten während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Sotschi 2014 äußerte sich Putin.

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Bei der Annahme der Flaschen seien keine Kratzer beanstandet worden. Für die Aufbewahrung sei Russland aber nicht verantwortlich. Putin kündigte außerdem den Aufbau eines neuen Anti-Doping-Systems an, das an der Moskauer Universität unabhängig vom Sportministerium arbeiten solle. Dort werde auch ein Anti-Doping-Labor entstehen.

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