Russischer Doping-Skandal : Putin spricht von „Schuld“ – in Einzelfällen

Einsicht ist der beste Weg zur Besserung? Russlands Staatspräsident gesteht erstmals Fehler im Anti-Doping-Kampf ein. Er will Schuldige „identifizieren“ – weist aber die meisten Vorwürfe weiter zurück.
Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hatte zuletzt eingeräumt, dass die Beweise, die der Bericht des kanadischen Juraprofessors Richard McLaren enthält, zwar für den Nachweis von russischem Staats-Doping, aber nicht unbedingt für den Nachweis individueller Schuld einzelner Athleten ausreichten. Auch zum Nachweis systematischer Manipulationen an Doping-Proben russischer Medaillenkandidaten während der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Sotschi 2014 äußerte sich Putin.
Bei der Annahme der Flaschen seien keine Kratzer beanstandet worden. Für die Aufbewahrung sei Russland aber nicht verantwortlich. Putin kündigte außerdem den Aufbau eines neuen Anti-Doping-Systems an, das an der Moskauer Universität unabhängig vom Sportministerium arbeiten solle. Dort werde auch ein Anti-Doping-Labor entstehen.





