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Wehen Wiesbaden : Flaute im Sturm – SVWW nur remis

  • -Aktualisiert am

Ersthelfer: SVWW-Trainer Rehm unterstützt den Verler Yildirim. Bild: Andreas Volz/Jan Huebner

Ernüchterung für Wiesbaden: Der Zweitliga-Absteiger müht sich zum Start der dritten Liga gegen Aufsteiger Verl vergeblich. Der Kader soll noch verstärkt werden.

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          Der Auftakt ist gelungen – dieses Resümee hätte der SV Wehen Wiesbaden am liebsten nach dem ersten Spieltag in der dritten Profiliga gezogen. Doch stattdessen heißt es für sie abermals: Aller Anfang ist schwer. Zum Start in die neue Spielzeit musste sich der Zweitliga-Absteiger mit einem 0:0 gegen den Aufsteiger SC Verl begnügen.

          Dass die Punkteteilung im eigenen Stadion erfolgte, machte es für die Hessen am Samstag noch ärgerlicher. Entwickeln sich die Wiesbadener auch im dritten Anlauf hintereinander zu Spätstartern? In der vergangenen Spielzeit in der zweiten Liga gelang ihnen erst am achten Spieltag ihr erstes Erfolgserlebnis. Kaum besser war es eine Runde davor ebenfalls in der dritthöchsten Spielklasse: Damals freuten sich die Hessen nach sechs Durchgängen lediglich über einen Sieg. Sie brauchen scheinbar lange, um in die Gänge zu kommen.

          An neuen Gesichtern in der Mannschaft bot Trainer Rüdiger Rehm gegen Verl sechs Akteure auf: Torhüter Tim Boss (zuletzt Dynamo Dresden), der den Konkurrenzkampf mit Matthias Hamrol gewonnen hat, sowie die Feldspieler Florian Carstens (St. Pauli), Dennis Kempe (Aue), Marc Lais (Regensburg), Gianluca Korte (Waldhof Mannheim) und Johannes Wurtz (Darmstadt 98). Wurtz ist Offensivspieler und stand stellvertretend für die Wiesbadener Probleme bei ihrem Ligadebüt. Die gezeigte Angriffsleistung genügte nicht, um den hohen Ansprüchen des Aufstiegskandidaten gerecht zu werden.

          Fehlende Durchsetzungsstärke

          Es mangelte der Mannschaft von Rehm an Durchsetzungsstärke oder Abschlussgenauigkeit. „Nach vorne hat uns die letzte zündende Idee gefehlt“, sagte der Trainer, „trotzdem hatten wir die zwei besten Möglichkeiten des Spiels. Heute hatten wir es vielleicht auch nicht verdient.“ Selbst ihre Großchance in der ersten Halbzeit reichte den Hessen nicht zum Siegtreffer: Nach einer Hereingabe von Moritz Kuhn traf Korte in der 19. Minute nur die Latte. Außerdem schloss Angreifer Phillip Tietz zwei aussichtsreiche Situationen erfolglos ab. Tietz, der Nachfolger des nach Nürnberg abgewanderten Torjägers Manuel Schäffler, scheiterte auch in der zweiten Halbzeit mit seinem Heber; dieser landete nach einer Stunde nur auf dem Tornetz. Die mangelhafte Chancenverwertung war jedoch nicht das einzige Manko der Wiesbadener. Im Spielaufbau unterlief ihnen der eine oder andere eklatante Fehler. Und sie konnten von Glück reden, dass das Aufsteigerteam aus Verl die Lücken im Wiesbadener Defensivverbund nicht zu nutzen wusste. Ein 0:1 hätte ihren Frust weiter gesteigert.

          Bis zum Abschluss der Transferperiode werden sich die Wiesbadener verstärken. „Was wir noch nicht haben, ist die Breite im Kader“, sagt Rehm. Noch hat das Aufgebot die Marke von 20 Feldspielern nicht überschritten. Ein, zwei vermutlich jüngere Spieler sollen noch kommen. Aber keine, die das Aufgebot nur auffüllen – von ihnen wird erwartet, Druck auf die etablierten Kräfte auszuüben. „Wir müssen wieder eine Mannschaft entwickeln“, skizziert Rehm seine wesentliche Aufgabe.

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