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Ohne Besucher sinnlos : Festhallen-Reitturnier in Frankfurt abgesagt

  • -Aktualisiert am

Ein Bild, das es in diesem Jahr nicht geben wird: Das Reitturnier in der Frankfurter Festhalle fällt aus. Bild: Thomas Hellmann

Noch Ende Juni war Matthias Alexander Rath optimistisch, das Festhallen-Reitturnier trotz der Corona-Folgen austragen zu können. Jetzt muss der Veranstalter doch kapitulieren. Die 49. Auflage ist verschoben.

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          Ein Festhallen-Reitturnier mit Geisterkulisse hatte Matthias Alexander Rath von vornherein ausgeschlossen. Dennoch zeigte sich der 36-Jährige, der im vergangenen Jahr mit seiner Familie erstmals verantwortlich für die Traditionsveranstaltung war, Ende Juni noch optimistisch, dieses Ereignis von Rang trotz der Einschränkungen infolge der Coronavirus-Pandemie durchziehen zu können. Am Freitag jedoch wurde das für das dritte Dezember-Wochenende geplante Event abgesagt.

          „Wir haben unsere Planungen fortlaufend an die geltenden Bestimmungen angepasst und bis zuletzt um jede Chance gerungen“, erklärte der Turnierleiter. Doch die in der vergangenen Woche beschlossenen Maßnahmen des Bundes hätten die Entscheidung für eine Verlegung der 49. Auflage ins Jahr 2021 unumgänglich gemacht. Das Risiko, weiter an dem Turnier festzuhalten, das vom 17. bis 20. Dezember die 7000 Zuschauer fassende Arena belegen sollte, sei nicht mehr einzuschätzen gewesen. „Es gab in keiner Weise noch Planungssicherheit.“

          Die drei Finals der Dressurserien für Nachwuchspferde und -reiter, Burg-Pokal, Louisdor-Preis und Piaff-Förderpreis, die die Veranstaltung vor allem für Freunde der Pirouetten und Passagen attraktiv machen, sollen nicht ausfallen. Es ist vorgesehen, sie am ursprünglichen Turnierwochenende bei einem Hallenturnier auf dem Schafhof in Kronberg, dem Besitz der Familie Linsenhoff-Rath, auszutragen.

          Gemeinsam mit den Behörden, dem Pferdesportverband Hessen und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung wollen die Organisatoren dafür ein Konzept entwickeln. Schon im Sommer wurde an gleicher Stelle, allerdings im Freien, ein Dressurfestival veranstaltet, bei dem bis zu 250 Personen zugelassen waren. Die Übernahme einer Station des Dressur-Weltcups, für die sich Frankfurt nach der Absage des Turniers in Stuttgart ins Spiel gebracht hatte, ist durch das Aus des Festhallen-Turniers hinfällig geworden.

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