X Games : Gnadenloses Showgeschäft

Die X Games sind ein globaler Wanderzirkus für die unter Dreißigjährigen. Wenn dabei Knochen zu Bruch gehen, dann gehört das eben dazu. München will dabei sein.
Brian Deegan wollte eigentlich drei Operationen auf einmal hinter sich bringen, den Knöchel, das Handgelenk und die Schulter. Schrauben ziehen, Platten entfernen, Bänder wieder annähen. Das hätte ihm zwei Vollnarkosen erspart und ihm nicht noch eine weitere Saison durcheinandergebracht. Doch der Arzt war dagegen, man einigte sich schließlich auf zwei Operationen. "Das ist der Grund, warum viele Leute das Freestyle-Motocross aufgeben", sagt Deegan und lacht. Aus seinem grünen Hemd lugen muskulöse Arme, die über und über mit Tatoos bedeckt sind. Ihm macht das nichts, die Knochenbrüche, die Operationen. Er hat sie als Teil seines Jobs akzeptiert.





