DTB-Untersuchung zu Vorwürfen : Verhallt der Paukenschlag im Turnen?

Der Paukenschlag aus Frankfurt war laut. Vielleicht kam er zu früh. Die Entlassungsforderung des Deutschen Turner-Bundes wegen des Verdachts psychischer Gewalt stößt in Chemnitz auf Unmut und Widerstand.
Es war ein veritabler Paukenschlag: Das Präsidium des Deutschen Turner-Bundes (DTB) fordert nach einer von ihm in Auftrag gegebenen Untersuchung zu den Missbrauchsvorwürfen im Chemnitzer Bundesstützpunkt die Entlassung zweier Trainer. In einer 13-seitigen Stellungnahme hatte der DTB das Vorgehen der beauftragten Kanzlei von Felix Rettenmaier, der seit 2018 auch als unabhängiger Vertrauensanwalt der Ombudsstelle des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) arbeitet, dargelegt und angesichts der als erwiesen angesehenen „schwerwiegenden Pflichtverletzungen“ die Forderung öffentlich formuliert. Ein Spitzenverband, der handelt, der unabhängig untersuchen lässt, der personelle Konsequenzen zieht und langfristige strukturelle und sportpolitische Maßnahmen in Aussicht stellt. Voilà.





