Handball : Die Schale muss wieder nach Kiel

Nach zwei Jahren der Leisetreterei tritt der THW Kiel die Flucht nach vorn an. Beginnend mit dem Supercup gegen die Rhein-Neckar Löwen will der Traditionsklub seine Ambition auf den Meistertitel in der Bundesliga untermauern. Ein neuer Spielmacher steht dabei im Zentrum.
Mit seiner großen Brille und dem verschmitzten Lächeln sieht er aus wie ein Lehramts-Student auf dem Weg zur Mensa. Gut gelaunt schlurft Miha Zarabec durch das Autohaus am Stadtrand Richtung Podium. Der THW Kiel stellt seine Neuen vor – und wüsste man nicht, dass Zarabec als Handballprofi arbeitet, würde man den 1,77 Meter großen Kroaten inmitten der Zwei-Meter-Riesen glatt übersehen. Doch mit gutem, in der Schule gelerntem Deutsch und viel Humor gewinnt der 25-Jährige die Anwesenden schnell für sich. Auf dem Parkett und in der Mannschaft ist ihm das in Rekordgeschwindigkeit geglückt. Zarabec war das Überraschungsgeschäft des THW – weil Spielmacher Domagoj Duvnjak noch sechs Wochen ausfällt, verpflichteten ihn Geschäftsführer Thorsten Storm und Trainer Alfred Gislason schon im April.





