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Tennis-Star spielt in Amerika : Zverev sagt für umstrittene US Open zu

  • Aktualisiert am

Im Vorbereitungsmodus: Alexander Zverev Bild: dpa

Anders als Nadal, den Sicherheitsbedenken von einer New-York-Reise abhalten, reizen Zverev und Djokovic die Teilnahme an den US Open trotz Corona. Beim Frauenturnier reduziert sich das Spitzenfeld immer mehr.

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          Novak Djokovic legte vor und Alexander Zverev zog nur Stunden später nach. Nach dem Weltranglistenersten aus Serbien hat am Donnerstagabend auch das Management des deutschen Topspielers die Zusage für die US Open (ab dem 31. August) bestätigt. Bei den Organisatoren des Grand-Slam-Turniers dürfte dies für ein großes Aufatmen sorgen. Schließlich hatte es zuletzt eine prominente Absage nach der anderen gehagelt.

          „Er reist am Samstag ab und wird an den US Open teilnehmen“, teilte Zverevs Management Team 8 Global dem Sport-Informationsdienst (Sid) auf Anfrage mit: „Er ist seit rund drei Wochen gemeldet und befindet sich seitdem komplett im Vorbereitungsmodus.“ Zuvor hatte Djokovic auf seiner Website geschrieben, dass die Zusage für ihn „kein leichter Beschluss mit all den Hindernissen und Herausforderungen in vielen Punkten“ war. Er freue sich aber bei der Aussicht, wieder in den Wettkampf zu treten.

          Djokovic bestätigte auch seine Teilnahme bei der Generalprobe Western und Southern Open (ab 22. August), die als Generalprobe ebenfalls in Flushing Meadows stattfindet. Auch Zverev steht auf der Meldeliste für das Turnier.

          Zwei ganz große Namen der Branche werden dagegen fehlen. Der Spanier Rafael Nadal, immerhin Titelverteidiger bei den US Open, konzentriert sich voll auf die europäische Sandplatzsaison und einen möglichen 13. Titel bei den French Open (ab 27. September). Und Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer hat seine Saison bereits wegen einer Knieverletzung beendet. So bietet sich Djokovic in deren Abwesenheit die große Chance, in New York seinen 18. Major-Titel zu holen und an Federer (20) und Nadal (19) heranzurücken.

          Doch auch Zverev lauert. Er will erstmals bei einem der wichtigsten Tennis-Turniere der Welt eine Trophäe in den Himmel stemmen. Der Weltranglistensiebte war bei den Australian Open, dem bisher einzigen Grand-Slam-Event des Jahres, ins Halbfinale eingezogen. Djokovic triumphierte in Melbourne. Und will mehr.

          Djokovic will spielen: Ihn reizen die US Open in New York trotz Corona.
          Djokovic will spielen: Ihn reizen die US Open in New York trotz Corona. : Bild: AFP

          Dass der Grand-Slam-Rekord Djokovics größter Antrieb ist, hatte er im Januar zum wiederholten Male betont. „Die Grand Slams sind einer der Hauptgründe dafür, dass ich noch immer an Wettkämpfen teilnehme“, sagte er: „Ich versuche natürlich, die historische Nummer eins zu werden, das ist ein großes Ziel.“

          Mit ihren Bekenntnissen zu den US Open könnten Djokovic und Zverev nun auch ein Signal für andere, noch zweifelnde Profis geben. Die deutsche Spitzenspielerin Angelique Kerber steht auch auf der Meldeliste, hat eine feste Zusage aber bislang noch vermieden. Kerber hatte zuletzt Sicherheitsbedenken für sich und ihr Team geäußert, auch Zverev machte Zweifel laut.

          Abgesagt hatten bereits der frühere Turniersieger Stan Wawrinka (Schweiz) oder Nick Kyrgios, bei den Damen werden etwa die Weltranglistenerste Ashleigh Barty (beide Australien) und die deutsche Nummer zwei Julia Görges fehlen. Am Donnerstagabend verzichtete auch Titelverteidigerin Bianca Andreescu (Kanada) auf eine Teilnahme.

          Djokovic und Zverev wollen in New York dagegen nach einem Sommer mit vielen Negativschlagzeilen wieder für positive Nachrichten sorgen. Vor allem mit ihren Auftritten bei der von Djokovic mitorganisierten Adria-Tour im Juni hatten beide heftige Kritik eingeheimst. Djokovic infizierte sich mit dem Coronavirus wie weitere Profis. Zverev sorgte später mit Partybildern für zusätzliche Irritationen.

          Zuletzt richtete sich der Fokus rund um den Hamburger aber wieder mehr auf die sportlichen Belange. Mit dem Sieg bei einem Einladungsturnier in Nizza sorgte er für ein erstes Ausrufezeichen. Zudem gab er die Zusammenarbeit mit dem früheren spanischen Profi David Ferrer bis Jahresende bekannt. Die US Open werden der erste große Prüfstein für das neue Duo.

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