Leichtathletik : „Wollen die uns für dumm verkaufen?“

Leichtathletik paradox: Doping-Sünder machen bei internationalen Meetings Kasse, aber saubere Sprinter müssen draufzahlen - auch die deutschen.
Da zeigt das Geschäft sein wahres Gesicht“, sagt Lucas Jakubczyk. Er spricht über den Sprint des Sportfestes „Weltklasse in Zürich“ am Donnerstagabend. Der Berliner war eingeladen, gemeinsam mit den anderen Finalisten der Europameisterschaft gegen Usain Bolt anzutreten - und wurde dann in 10,22 Sekunden Dritter im B-Lauf. Weil Superstar Bolt absagte, hatte Zürich für die verfügbaren 500 000 Dollar Antrittsgeld eine Handvoll Weltklasse-Sprinter verpflichtet. Da war kein Platz mehr für Jakubczyk. Vor vierzehn Tagen noch Fünfter des Endlaufs der Europameisterschaft im Letzigrund von Zürich und Schlussläufer der deutschen Staffel beim Gewinn der Silbermedaille, wurde er ins Vorprogramm abgeschoben.





