Weltmeister im Zehnkampf :
Wie Leo Neugebauer zum König der Athleten wurde

Lesezeit:
Hat gelernt, im Moment zu bleiben: Leo Neugebauer sinkt nach dem Zieleinlauf in Tokio zu Boden – und steht als Weltmeister auf.
Hat gelernt, im Moment zu bleiben: Leo Neugebauer sinkt nach dem Zieleinlauf in Tokio zu Boden – und steht als Weltmeister auf.picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Bei der Leichtathletik-WM in Tokio krönt sich Leo Neugebauer zum besten Zehnkämpfer der Welt, weil er in der vielleicht wichtigsten Disziplin herausragt: der mentalen Stärke. Wie hat er das geschafft?

Als Leo Neugebauer auf die letzte Runde einbiegt, ist das Nationalstadion in Tokio so laut, dass er seine eigenen Gedanken kaum noch hören kann. 17 Sekunden darf er nach seinem Konkurrenten Ayden Owens-Delerme ins Ziel kommen, keine Sekunde später. Er hält den Abstand zum Puerto-Ricaner, erst auf den letzten Metern zieht er nochmals an. Neugebauer quält sich sichtlich, geht beinahe über die Ziellinie, und bricht dahinter vor Erschöpfung zusammen. Als er wieder aufsteht, ist er Weltmeister. Weil er im entscheidenden Moment besser war als jemals zuvor.

FAZ

Ohne Abo weiterlesen

Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.