Leichtathletik : Zwei Medaillen in einem Rennen

Konstanze Klosterhalfen läuft bei der Crosslauf-EM ein unbeschwertes Rennen, zu Bronze rennt aber Alina Reh. Gemeinsam mit Domenika Mayer gewinnen beide auch als Team eine Medaille.
Als sie im Ziel angekommen war, übermannten Alina Reh die Tränen. Bei der Crosslauf-EM in Dublin war die 24-Jährige zu Bronze gelaufen. Nach 8000 Metern musste die für den SSC Berlin startende Läuferin von der Schwäbischen Alb in 26:53 Minuten nur die Norwegerin Karoline Bjerkeli Grøvdal (26:34) und die Schwedin Meraf Bahta (26:44) ziehen lassen. „Ich hatte zwei wirklich harte Jahre“, resümierte Alina Reh. „Ich war verletzt, ich verpasste die Olympischen Spiele, deshalb bedeutet mir diese Medaille sehr viel.“
19 Sekunden hinter ihr wurde Konstanze Klosterhalfen Fünfte (27:12). „Ich werde mich an die Startlinie stellen und einfach loslaufen“, hatte die ebenfalls 24 Jahre alte deutsche Spitzenläuferin zuvor gesagt: „Crosslaufen hat etwas Unbeschwertes.“ Und so agierte sie auch munter von vorne, lief bis anderthalb Runden vor Schluss in der Spitzengruppe und schien sogar Aussichten auf den Titel zu haben. Am Ende konnte sie aber nicht mehr mithalten und fiel zurück.
Und obwohl sie die Einzelmedaille verpasste, konnte Konstanze Klosterhalfen letztlich zufrieden sein. Denn gemeinsam mit Domenika Mayer, die in 28:47 Minuten den 21. Platz im Einzel belegte, sicherte sich das deutsche Trio hinter den mannschaftlich geschlossenen Britinnen Platz zwei im Teamwettbewerb. „Unser Ziel war, eine Medaille zu gewinnen. Nun ist es Silber. Wir sind sehr dankbar und stolz“, erklärte Alina Reh.





