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European Championships : Mühlleitner macht die Schwimmer glücklich

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Eintauchphase für Henning Mühlleitner: Der 21-Jährige holte sensationell Bronze über 400 Meter Freistil. Bild: Reuters

Auf der Weltrekordstrecke von Paul Biedermann: Henning Mühlleitner hat die erste Medaille für den deutschen Schwimmverband bei den European Championships geholt. Und auch der Rest der Mannschaft fühlt sich im Wasser von Glasgow wohl.

          Henning Mühlleitner hat die erste Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband bei den European Championships gewonnen. Der 21-Jährige schlug in Glasgow über 400 Meter Freistil nach 3:47,18 Minuten an und sicherte sich Bronze. „Die Medaille ist das Sahnehäubchen“, sagte er. Taktisch war der junge Schwimmer glänzend eingestellt: „Ich bin auf den ersten 300 Metern mein eigenes Rennen geschwommen und habe mich erst auf den letzten 100 auf die anderen konzentriert. Ich bin glücklich, dass das aufgegangen ist.“

          Auf der Weltrekordstrecke von Paul Biedermann, der 2012 in Debrecen mit Gold die zuvor letzte deutsche EM-Medaille über diese Distanz geholt hatte, waren nur der siegreiche Ukrainer Michailo Romantschuk in 3:45,18 Minuten und Henrik Christiansen aus Norwegen schneller (3:47,07). Poul Zellmann, der ebenfalls den Einzug ins Finale geschafft hatte, wurde Siebter. Die deutschen Schwimmer fühlten sich sichtbar wohl im Tollcross International Swimming Centre von Glasgow.

          Ohne Probleme kämpfte sich auch Mitfavoritin Sarah Köhler über 800 Meter Freistil in das Finale am Samstag, so dass Chefbundestrainer Henning Lambertz zufrieden war und von einem „sehr, sehr gelungenen Auftakt“ sprach. Auch Rückenschwimmer Christian Diener fixierte über 50 Meter in 24,89 Sekunden eine persönliche Bestzeit und zog als Fünfter in das Halbfinale. „Ich glaube, besser kann man nicht in die EM starten“, sagte er. Die 4 x 100 Meter Kraul-Staffeln des Deutschen Schwimm-Verbandes erreichten ihre Ziele mit dem Finaleinzug. Im Finale reichte es dann bei den Männern in 3:15,12 Minuten zu Rang sieben, die Frauen wurden Achte (3:39,37).

          Lange Gesichter gab es indes bei den deutschen Ruderern, die gleich in vier olympischen Klassen den Sprung ins Finale verpassten. „Das ist sehr enttäuschend für uns. Wir müssen alles in Ruhe analysieren, aber auch grundsätzliche Überlegungen anstellen“, bilanzierte Ralf Holtmeyer als leitender Bundestrainer des Deutschen Ruderverbandes. Damit haben erst zwei Boote in den sieben vom DRV besetzten olympischen Klassen die Finals erreicht. Darunter ist auch der Deutschland-Achter, der nach seinem Vorlaufsieg am Sonntag als Gold-Favorit gilt.

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