https://www.faz.net/-gtl-abir5

Kiel nach Kraftakt wieder oben : „Es war ein geiles Handballspiel“

  • Aktualisiert am

Augen zu und durch: Kiels Domagoj Duvnjak (M.) kämpft gegen die Berliner Mijajlo Marsenic (l.) und Marko Kopljar. Bild: dpa

Die Spitzenteams aus Kiel und Flensburg stemmen sich in der Handball-Bundesliga erfolgreich gegen einige Widrigkeiten und gehen punktgleich in den Endspurt.

          2 Min.

          Auch ohne den erkrankten Superstar Sander Sagosen hat Rekordmeister THW Kiel im Fernduell mit der SG Flensburg-Handewitt keine Nerven gezeigt und die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga zurückerobert. Mit einem schwer erkämpften 28:26 (15:17) bei den Füchsen Berlin schob sich der Titelverteidiger am Sonntag mit 49:5 Zählern dank der besseren Tordifferenz wieder am punktgleichen Nordrivalen vorbei. Flensburg hatte am Samstag beim 32:24 (13:13) gegen die HSG Wetzlar vorgelegt. Die beiden deutschen Topteams gehen nun mit viel Selbstvertrauen in das anstehende Viertelfinale in der Champions League.

          „Es war ein geiles Handballspiel mit einer unheimlichen Intensität“, sagte THW-Trainer Filip Jicha nach dem siegreichen Kraftakt in Berlin. „Ich habe den Jungs von Herzen gratuliert, denn wir haben diese zwei Punkte gegen einen unglaublich starken Gegner gebraucht. Ich bin stolz, dass ich dieses Spiel miterleben durfte.“

          Neben Topwerfer Harald Reinkind (9 Tore) war Dänemarks Weltmeister-Torwart Niklas Landin in einer umkämpften Partie der große THW-Trumpf. „Landin hat den Unterschied gemacht“, sagte Füchse-Sportvorstand Stefan Kretzschmar bei Sky. „Er war da, als Kiel ihn brauchte.“ Ähnlich sah es Jicha: „Niklas war richtig stark und hat wichtige Akzente gesetzt.“ Ein Extra-Lob gab es vom THW-Coach für Rückraumspieler Reinkind. „Er hat eine Weltklasseleistung gezeigt.“

          Flensburger Partie auf der Kippe

          Erst nach erheblichen Anlaufschwierigkeiten hatte der Nordrivale aus Flensburg am Samstagabend seine Heimaufgabe gegen Wetzlar gelöst. Bis drei Stunden vor dem Anpfiff stand die Austragung der Partie auf der Kippe, nachdem es am Freitag bei einem Flensburger Spieler und einer Person aus dem näheren Vereinsumfeld positive Coronatests gegeben hatte. Da beide Personen am Samstag jeweils negativ getestet wurden, gab das zuständige Gesundheitsamt kurzfristig doch noch grünes Licht.

          „Es ist nicht einfach, die Spannung hochzuhalten, wenn man nicht weiß, ob gespielt wird oder nicht. Das ist menschlich“, sagte Trainer Maik Machulla über die schwache Vorstellung in der ersten Halbzeit. Erst nach einer deutlichen Pausenansprache des 44-Jährigen fanden seine Schützlinge zu ihrem Spiel.

          „Wir haben sportlich die höchsten Ziele und wollen weiter oben dabei bleiben. Deshalb müssen wir es schaffen, unsere Leistung zu bringen, auch wenn die Situation nicht optimal ist. Daran habe ich sie in der Kabine erinnert“, berichtete Machulla und fügte hinzu: „Es war ein ganz, ganz hartes Stück Arbeit. Der Sieg macht mich daher sehr froh.“ Den Verlust der Spitzenposition konnte er daher verschmerzen. „Ich gucke mir die Tabelle nicht an, weil sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussagekraft hat“, sagte Machulla. „Es ist eine besondere Saison, in der alles passieren kann.“

          Weitere Themen

          Moskau schließt EM-Fanzone Video-Seite öffnen

          Steigende Corona-Zahlen : Moskau schließt EM-Fanzone

          Wegen wieder stark steigender Corona-Infektionszahlen schließt Moskau seine Fanzone zur Fußball-EM und verbietet alle Freizeitveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern. Als Grund für den starken Anstieg vermuten die Behörden neue Virusvarianten.

          Lochte weint

          Schwimmen für Tokio : Lochte weint

          Olympiasieger Ryan Lochte hat vergeblich versucht, die Uhr noch einmal zurück zudrehen. Nachdem in Rio nur mit einem fingierten Überfall Aufsehen erregte, verpasst er nun die Qualifikation für Tokio.

          Topmeldungen

          Läuft es für Deutschland und Thomas Müller diesmal besser? Es spricht einiges dafür.

          EM-Prognose : Vorteil für Deutschland gegen Portugal

          Nach dem 0:1 gegen Frankreich steht die DFB-Elf unter Druck. Doch die Aussicht auf einen Sieg über Portugal ist laut EM-Prognose gut. Noch bessere Chancen haben Frankreich und Spanien in ihren Partien.
          Schwieriges Terrain für die grüne Parteichefin: Annalena Baerbock am Freitag im Stahlwerk von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt

          Besuch im Stahlwerk : Baerbocks Auswärtsspiel

          Ausgerechnet in einem Stahlwerk in Eisenhüttenstadt präsentiert die Kanzlerkandidatin der Grünen ihre Pläne für eine klimafreundliche Wirtschaftpolitik. Wie kommt das an?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.