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Kiel besiegt Flensburg : Derby wie ein Spaziergang

  • -Aktualisiert am

Kein Vorbeikommen: Kiels Torwart Niklas Landin (rechts) Bild: dpa

Kiel gewinnt das Spitzenspiel gegen die geschwächten Flensburger ohne viel Mühe. Zu verdanken hat es der THW vor allem einem Spieler.

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          Pünktlich zum Spitzenspiel kehrte Torwart Niklas Landin aus dem Krankenstand zurück. Wegen einer Operation am Meniskus hatte der Däne einige Wochen pausieren müssen. Am Sonntagnachmittag stand der „Welthandballer des Jahres“ wieder im Tor des THW Kiel und schenkte seinem Verein beinahe allein den Sieg gegen eine schwache SG Flensburg-Handewitt.

          29:21 gewannen die Kieler vor 2400 Zuschauern in der Ostseehalle. In Corona-Zeiten ist das „ausverkauft“. Die im Rückraum durch viele Blessuren geschwächten Flensburger konnten werfen, wie sie wollten – Landin war schon da: am Ende kam er auf 19 abgewehrte Bälle. Gestützt durch diverse Paraden, enteilte der THW vom 12:10 zur Pause auf 17:10, und da war dieses 103. Nordderby im Grunde schon entschieden.

          Flensburg mit zu wenig Druck

          Flensburg versuchte es in ständig wechselnden Angriffsformationen, erzeugte aber zu wenig Druck oder traf die falschen Entscheidungen. Kiel erzielte einige Tore aus dem Gegenstoß – eigentlich Stärke der SG. „Bei uns hat heute alles gepasst“, sagte THW-Spielführer Domagoj Duvnjak. Das Lob des Flensburger Rückraumspielers Franz Semper ging an Niklas Landin: „Ich hatte das Gefühl, er hat die ganze Woche Video geschaut und war auf alle unsere Würfe vorbereitet.“

          Tatsächlich schloss die SG viele Angriffe aber auch unvorbereitet. Ein Spaziergang zum Derbysieg – das hat Filip Jicha, der Trainer der Kieler, auch noch nicht erlebt. „Wir haben heute gezeigt, wer wir sind“, sagte er. Vor einer Woche hatte sich der THW in Wetzlar beim 22:31 blamiert. An diesem Sonntag zeigten die Kieler ihr wahres Gesicht und fügten Flensburg die ersten Minuspunkte am vierten Spieltag der Bundesliga zu.

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          Unser Autor: Johannes Pennekamp

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