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French Open : Djokovic bleibt konstant

  • Aktualisiert am

Novak Djokovic ist richtig gut drauf Bild: AFP

Ohne große Probleme zieht Tennisprofi Novak Djokovic in das Halbfinale der French Open ein. Bei den Damen dagegen muss Maria Scharapowa nach verpatztem ersten Satz ziemlich schwer kämpfen.

          Novak Djokovic ist seinem Karriere-Grand-Slam unter den Augen eines zufriedenen Boris Becker auf beeindruckende Weise einen weiteren Schritt näher gekommen. Der Zweite der Tennisweltrangliste ließ sich im Viertelfinale der French Open nicht von den mächtigen Aufschlägen des Kanadiers Milos Raonic aus der Ruhe bringen. Nach dem 7:5, 7:6 (7:5), 6:4 ist Djokovic nun nur noch zwei Siege von seinem ersten Triumph im Stade Roland Garros entfernt.

          Auf dem Weg zum letzten Grand-Slam-Titel, der ihm noch fehlt, trifft der von Becker mitbetreute Djokovic am Freitag auf Bezwinger von Roger Federer,  Ernests Gulbis aus Lettland. „Sehr gut, sehr gut...“, sagte Djokovic auf Französisch noch auf dem Platz und suchte lächelnd einen Moment lang nach Worten. „Beeindruckend an ihm ist, dass er gerade sein bestes Tennis spielt“, meinte er zu seinem nächsten Gegner.

          „Im entscheidenden Moment konstant“

          Becker saß in der Djokovic-Box, sein einstiger Erfolgsmanager Ion Tirac verfolgte einige Meter tiefer von seinem Stammplatz in der ersten Reihe, wie der Favorit das gewaltige Service von Raonic entschärfte, als es darauf ankam. Nur nach einer 5:2-Führung im dritten Satz tat sich der 27-Jährige am Ende etwas schwer. „Es war sehr schwierig, zu returnieren. Im entscheidenden Moment war ich konstant, das war sehr wichtig“, erklärte er.

          Gulbis ließ dem Erfolg über Federer ein 6:3, 6:2, 6:4 über den Tschechen Tomas Berdych folgen. „Das war das beste Spiel im Turnier, ich habe alles gut gemacht“, sagte die Nummer 17 der Welt zufrieden und kündigte angesichts von zwei freien Tagen vor seinem ersten Grand-Slam-Halbfinale scherzend an: „Heute muss ich feiern gehen.“

          Titelverteidiger Rafael Nadal trifft an diesem Mittwoch auf seinen spanischen Landsmann und letztjährigen Endspielgegner David Ferrer, der schottische Wimbledonsieger Andy Murray spielt gegen den Franzosen Gael Monfils.

          Ein bisschen wie zuhause

          Für das erste Halbfinale der Damen qualifizierten sich am Dienstag Maria Scharapowa aus Russland und die Kanadierin Eugenie Bouchard. Andrea Petkovic bestreitet erst an diesem Mittwoch ihr Viertelfinale gegen die Italienerin Sara Errani, außerdem spielen dann die Russin Swetlana Kusnezowa und die Rumänin Simona Halep gegeneinander.

          Scharapowa kämpfte sich mit den eisernen Nerven eines großen Champions zwei Jahre nach ihrem Triumph von Paris in das Halbfinale. Die 2013 im Endspiel von Serena Williams entthronte russische Tennisdiva rettete sich nach einem ganz schwachen Start mit 1:6, 7:5, 6:1 gegen Garbiñe Muguruza aus Spanien unter die besten Vier. Muguruza hatte in der zweiten Runde Serena Williams entzaubert.

          Erleichtert nach harter Arbeit: Maria Scharapowa

          Scharapowa ist schon heiß auf ihr drittes Endspiel in Serie an der Seine. „Es war hart, im vorigen Jahr als Titelverteidigerin das Finale zu verlieren“, sagte die ehemalige Weltranglistenerste. „Deswegen bin ich mit Extra-Motivation zurückgekommen und sehr froh, wieder im Halbfinale zu sein.“

          Eugenie Bouchard besaß beim 7:6 (7:4), 2:6, 7:5 über die Spanierin Carla Suarez Navarro ebenfalls das bessere Nervenkostüm. Die 20 Jahre alte Siegerin des Turniers von Nürnberg holte im ersten Satz ein 2:5 und im dritten ein 1:4 auf. Damit verdiente sich Bouchard zwei Tage nach ihrem Achtelfinal-Erfolg über Angelique Kerber ihr zweites Grand-Slam-Halbfinale. Die Weltranglisten-16. aus Montréal freut sich auf das Match gegen Scharapowa in Paris: „Das war mein Traum, hier große Matches zu spielen. Hier ist es ein bisschen wie zuhause.“

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