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Formel-1-Pilot Jenson Button : „Triathlon ist eine Befreiung“

  • Aktualisiert am

Jenson Button beim Ironman 70.3 in Berlin Bild: dpa

Ein Formel-1-Weltmeister auf ungewohntem Terrain: Jenson Button wird beim Ironman 70.3 Vierter seiner Altersklasse. Hier erklärt er, warum er sich so gern beim Triathlon quält.

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          Sie haben Ihre Bestzeit im Triathlon hier in Berlin um zehn Minuten auf 4:19:52 Stunden verbessert. Liegt das an den vielen Kurven und Ihrer überlegenen Technik?

          Beim Schwimmen habe ich wirklich gelitten. Aber das Radfahren hat Spaß gemacht. Es hilft, wenn man versteht, wie man Kurven nimmt. Viele haben mich überholt, und ich habe sie dann in den Kurven gekriegt. Es ist überhaupt großartig, so etwas wie einen Rundkurs daraus zu machen. Man hat viel mehr vom Publikum.

          Sind Sie erkannt worden?

          Die Leute haben mich großartig angefeuert. Und der Ansager - wie kann er acht Stunden lang so laut sein? Ich bin Vierter meiner Altersgruppe geworden und habe mich, glaube ich, für die WM in Las Vegas qualifiziert. Allerdings werde ich nicht hinfahren können, wir haben ein Rennen in der Formel 1. Aber hierher komme ich wieder.

          Gewohnteres Bild: Im McLaren Mercedes beim Großen Preis von Kanada
          Gewohnteres Bild: Im McLaren Mercedes beim Großen Preis von Kanada : Bild: dpa

          Sie haben 2008 mit dem Triathlon begonnen, weil Sie Ablenkung von Ihrer schlechten Formel-1-Saison brauchten, 2009 wurden Sie Weltmeister. Wie sind die Aussichten nun, da Ihre Saison mit McLaren nicht so toll läuft?

          Dieses Jahr werden wir nicht mehr Weltmeister, das ist sicher. Aber ich bin in einer viel besseren Situation. Mein Team ist größer, und nächstes Jahr haben wir die Chance, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen.

          Hilft Triathlon?

          Es macht mich mental und körperlich stärker. Man muss solche Schmerzen aushalten, danach kann man es mit allem aufnehmen. Wenn es einem schlechtgeht, ist Triathlon eine Befreiung. Man kommt viel stärker zurück.

          Werden Sie die doppelte Distanz angehen, den richtigen Ironman?

          Ganz sicher. Eines Tages will ich mich für Hawaii qualifizieren und dort gut abschneiden. Jetzt fehlt mir die Zeit fürs Training.

          Wenn Sie Formel 1 fahren, tragen Sie einen Rennanzug. Nun sieht man, dass Sie tätowiert sind. Was ist es?

          Auf dem Rücken habe ich einen Drachen, für den ich den Grund nicht verraten werde. Ich habe japanische Schriftzeichen, die ich auch nicht übersetze. Das hier an der Schulter habe ich mir im Winter auf Hawaii machen lassen: polynesisches Tattoo. Es ist nicht mit Bambus gestochen, aber so traditionell wie möglich. Es hat die Form einer Muschel, steht für Schutz.

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