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Handball-Bundesliga : Flensburg gewinnt Nordderby

  • Aktualisiert am

Jubel bei den Flensburgern: die Meisterschaft bleibt völlig offen. Bild: dpa

Die SG Flensburg-Handewitt gewinnt nicht nur das Derby gegen Kiel, sondern übernimmt gleich noch die Tabellenführung. Das Spiel wird von der Corona-Pandemie überschattet.

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          Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben sich die Tabellenführung in der Bundesliga zurückgeholt. Die gastgebenden Flensburger gewannen am Samstag das 104. Schleswig-Holstein-Derby gegen den THW Kiel 31:28 (17:15) und verdrängten mit jetzt 34:4 Punkten die „Zebras“ (33:5) wieder von der Spitzenposition. Bester Werfer der SG war Linksaußen Hampus Wanne mit zehn Treffern. Für den THW war der Rückraumspieler Sander Sagosen neunmal erfolgreich.

          Im Vorfeld hatten Diskussionen um die Auswirkungen der Pandemie das Spitzenspiel überschattet. Filip Jicha hatte mit Aussagen zum eng getakteten Spielplan für Wirbel gesorgt, außerdem musste der THW auf Welthandballer Niklas Landin (Quarantäne) im Tor verzichten. Bei Flensburg fehlten gleich mehrere Akteure aufgrund von Verletzungen und Quarantäne-Anordnungen, pandemiebedingt hatte die Mannschaft seit dem 7. März kein Pflichtspiel mehr bestritten. „Wir machen das Beste draus, geben Vollgas und schauen, ob die Kräfte reichen“, hatte Machulla über seinen dünn besetzten Kader vor der Partie bei Sky gesagt.

          Es dauerte einige Minuten, bis die Partie Fahrt aufnahm. Die Kieler profitierten in der Anfangsphase von einigen Fehlern und Unkonzentriertheiten der Gastgeber. So traf Göran Sögard Johannesen bei einem Tempogegenstoß nur die Latte. Wenig später scheiterte Johannes Golla am Pfosten. Es half, dass THW-Schlussmann Dario Quenstedt nicht zu seiner Form fand. So kam nach gut 20 Minuten der 42 Jahre alte Mattias Andersson, der eigentlich als Torwarttrainer bei Kiel fungiert und in Abwesenheit von Landin derzeit als Ersatz einspringt, zwischen die Pfosten.

          In der 33. Minute erhöhte Sögard Johannessen auf 18:15 für die SG. THW-Coach Filip Jicha setzte fortan auf den siebten Feldspieler, was Golla mit dem Treffer zum 21:17 (40. Minute) in das leere Gästetor bestrafte. Jim Gottfridsson erhöhte sogar auf 22:17 (41.). Mit seinem 30:27 (58.) und einer herausgeholten Zeitstrafe gegen Domagoj Duvnjak sorgte der Schwede für die Vorentscheidung der extrem clever agierenden Flensburger.

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