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Box-WM in Las Vegas : Wilder liefert skurrile Erklärung für Niederlage

  • Aktualisiert am

Das Kostüm beim Einmarsch machte Deontay Wilder zu schaffen. Bild: Reuters

Das zweite Duell mit Herausforderer Tyson Fury verlor Deontay Wilder. Nun will der entthronte Champion nochmal mit dem Engländer in den Ring – und verrät, warum er gegen Fury eine so schwache Leistung zeigte.

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          Der entthronte Box-Weltmeister Deontay Wilder will ein drittes Mal gegen Tyson Fury in den Ring steigen und dann nicht mehr den gleichen Fehler machen wie vor der Niederlage am vergangenen Wochenende. „Mein Kostüm war viel zu schwer“, sagte der Schwergewichtler aus den Vereinigten Staaten, „ich hatte keine Beine.“ Wilder war in einer extravaganten Verkleidung von der Kabine zum Ring marschiert, sein schwarzes Dress hatte Totenkopf-Verzierungen, der 34-Jährige trug eine Gesichtsmaske mit feuerrot umrandeten Augenschlitzen, darüber eine Krone.

          Das Kostüm habe „mehr als 40 Pfund“ (fast 20 Kilogramm) gewogen, sagte Wilder. „Ich habe es zehn oder 15 Minuten bevor ich raus bin angezogen.“ Die Designer hätten „freie Hand“ gehabt, „es war ihre Idee.“ Wilder hatte in Las Vegas gegen den Engländer Fury (31) durch technischen K.o. in der siebten Runde verloren, sein WBC-Gürtel ist weg. Das erste Duell im Dezember 2018 war mit einem Remis zu Ende gegangen.

          Die Option für einen dritten Fight will Wilder unbedingt ziehen. „Wir freuen uns drauf. Ich bin ein Kämpfer und ein wahrer Champion. Wir werden das definitiv machen“, sagte Wilder ESPN. Sollte es doch nicht dazu kommen, könnte Fury zu einem Mega-Kampf gegen seinen Landsmann Anthony Joshua antreten, der die Titel der anderen drei wichtigen Verbände (IBF, WBO und WBA) hält.

          Nach seinem Triumph sind derweil bei Fury hochkarätige Einladungen eingelaufen. Wie sein Promoter der Zeitung Daily Telegraph erzählte, habe der amerikanische Präsident Donald Trump die beiden Box-Stars angefragt, zudem habe der Vatikan eine Einladung an den Verband World Boxing Council (WBC) gerichtet.

          Doch der 31 Jahre alte Brite und tiefgläubige Christ Fury, der für den zweiten Fight gegen Wilder am vergangenen Samstag in Las Vegas 39 Millionen Dollar (ca. 36 Millionen Euro) kassiert haben soll, hat offenbar erst einmal bodenständigere Pläne. „Ich werde eine Pause einlegen“, sagte Fury der Zeitung. Der „Gypsy King“ möchte mit seiner Ehefrau Paris und den fünf Kindern per Wohnwagen durch England reisen. „Die Kinder um das Lagerfeuer herumlaufen lassen. Es gibt keine größere Freiheit“, so Fury, der betonte: „Selbst wenn ich in einem Schloss wohnen würde, würde ich immer in einem Wohnwagen schlafen wollen.“

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